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Maschinenbau-Campus: Richtfest ist am 23. Mai

Garbsen Maschinenbau-Campus: Richtfest ist am 23. Mai

Acht Gebäude in unterschiedlichen Stadien, fünf große Kräne, jede Menge Baufahrzeuge, anliefernde Lastwagen, Betonmischer überall und 98 Arbeitskräfte: Auf der Großbaustelle Maschinenbau-Campus wird hart und konzentriert auf den Tag des Richtfestes am 23. Mai hin gearbeitet.

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So sieht es aus: Bauleiter Julian von Frisch erläutert den Baufortschritt auf der Großbaustelle Maschinenbau-Campus.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen-Mitte. Augenfällig sind schon von Weitem die Betonrippen, die in den Himmel ragen. Es sind Fertigbauteile wie auch die Teilwände, die mit dem Kran zwischen diese Rippen geschoben und dann verankert werden. Auf dem Campus wird die Mischbauweise angewandt, sagt Bauleiter Julian von Frisch: teils wird mit "Ortbeton" gearbeitet, der an Ort und Stelle gemischt und gegossen wird, teils mit großen Fertigbauteilen, die täglich aus Nienburg geliefert werden. 

Von Frisch und seine Leute haben mit grundsätzlichen Schwierigkeiten zu kämpfen: Das Gelände hat einen hohen Grundwasserspiegel. Nur wenige Spatenstiche tief und die Bauleute stehen im Wasser. Die ganze Großbaustelle steht derzeit noch in einer Art Grube. So soll es nicht bleiben. Das Bodenniveau wird nach der Fertigstellung der Gebäude um 40 bis 60 Zentimeter angehoben und aufgeschüttet.

Die beiden Bauten im Westen des Areals, mit denen die Hochbauphase angefangen hat vor rund acht Monaten, das Seminar- und Kommunikationsgebäude (Sekom), das mit fünf Stockwerken das höchste sein wird, und die Mensa sind im Rohbau als erste fertig geworden, sagt Horst Bauer, Leiter des Baudezernats der Leibniz Uni. Der Blick von außen geht noch ungehindert von Glasfronten nach innen in den künftigen großen Speisesaal. Die Inneneinrichtung für die Mensa, vor allem das Herzstück, die Küche, werden erst ganz zuletzt, wenn alle anderen Gebäuden betriebsfertig sind, eingebaut und eingerichtet. Dieser letzte Arbeitsgang wird allein drei bis fünf Monate dauern, schätzt von Frisch.

Insofern bewegt sich das Projekt im Zeitplan - und das manchen widrigen Umständen zum Trotz. Die Wintermonate brachten keinen nennenswerten Zeitverlust. Zufrieden sind Bauer und von Frisch auch mit der Tatsache, dass derzeit keine unvorhergesehenen Kostensteigerungen zu beklagen sind. "Wir bewegen uns im Kostenrahmen", sagt von Frisch, "es gab zwar in dem einen oder anderen Gewerke schon Ausreißer, sowohl nach oben als auch nach unten, aber das gleicht sich dann erfreulicher Weise aus."

Von der Gesamtinvestition über rund 150 Millionen Euro haben die Baukosten allein einen Anteil von rund 90 Millionen Euro. Davon mache die Erstellung der Rohbauten den größten Anteil von 20 Millionen Euro aus, sagt Bauer.

Bei der Zahl von 98 Arbeitskräften wird es nicht bleiben: In absehbarer Zeit werden es deutlich über 100 werden, im Sommer, wenn der Innenausbau losgeht. Im Lauf des Sommers werden auch die Baustraßen, die mit Asphalt ordentlich befestigt sind, da sie schweres Gerät tragen müssen, wieder aufgerissen. Dann müssen die Versorgungsleitungen gelegt werden: Da es sich um einen Uni-Betrieb der Maschinenbau-Fakultät handelt, müssen außer Strom, Wasser und Gas weitere Leitungen für Medien vorgesehen werden, die für die Forschung nötig sind, wie Benzin, Diesel und andere Antriebsstoffe.

Sicherheit ist auf der Großbaustelle ein Thema von höchster Priorität: Einmal die Woche gibt es einen Sicherheitscheck mit Rundgang und Protokoll. Alle vier Wochen kommt außerdem die Bauaufsicht, überprüft, ob überall die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden und fertigt ebenfalls ein Protokoll. Bis jetzt sei fast alles gut gegangen, sagt von Frisch, es habe nur einen kleineren Unfall gegeben, bei dem der Betreffende nur geringe Verletzungen erlitten habe.

Eine feste Verbindung zum PZH

Das Produktionstechnische Zentrum (PZH), das gegenüber vom Maschinenbau-Campus, östlich der Straße An der Universität liegt, soll mit dem neuen Uni-Campus fest verbunden werden: Die Studenten und Angestellten sollen ungehindert zu Fuß von einer Straßenseite zur nächsten wechseln können.

Das hat Folgen für den Autoverkehr: Etwa in der Mitte der Straße, zwischen Osteriede und Havelser Straße, wird ein verkehrsberuhigter Bereich geschaffen – mit Parkcharakter. Bänke und Bäume sollen das Bild prägen. Die Autos werden auf geschwungenen Fahrbahnen durch die Bäume hindurchgeführt. Davor und dahinter gilt Tempo 30.

Im Norden und Süden sollen nach den bisherigen Plänen Verkehrskreisel entstehen, um den Verkehrsfluss zu garantieren und Staus zu vermeiden. Es ist derzeit noch unklar, ob das Land die versprochenen Mittel dafür zur Verfügung stellt. Bürgermeister Christian Grahl und alle Fraktionen des Rates sehen die Verkehrsanbindung gefährdet, sollte das Land die Zusagen nicht halten und haben deshalb in einer Resolution gegen mögliche Rückzieher protestiert.

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