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Gemälde erstrahlt in neuem Glanz

Altgarbsen Gemälde erstrahlt in neuem Glanz

Mithilfe einer Spende ist ein Gemähle der Garbsenerin Emma Schünhoff restauriert worden. Es soll mit anderen Werken in einer Ausstellung des Heimatverein zu sehen sein.

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Das Gemälde „Der Leine
bogen“ von der Garbsener Künstlerin Emma
Schünhoff ist 1948 entstanden.

Quelle: Anke Lütjens

Garbsen. Das Ölgemälde zeigt eine der landschaftlich wohl schönsten Stellen in Garbsen: den Leinebogen in der Garbsener Schweiz mit Blick von der Sanddüne hinunter auf die Leine mit den Weiden am Ufer. Gemalt hat es Emma Schünhoff, die eine besondere Geschichte mit der Stadt verbindet. Der Garbsener Günther Geffke hat das Bild dem Heimatmuseum gestiftet.

Dort erstrahlt das Gemälde nun in neuem Glanz. Dank einer Spende der Sparkasse Hannover konnte es professionell gereinigt, repariert und mit einem neuen Rahmen versehen werden. Für das nächste Jahr plant der Heimatverein eine Ausstellung mit Bildern von Emma Schünhoff, denn neben dem Museum und dem Stadtarchiv besitzen auch viele Bürger noch Bilder von ihr.

Das liegt daran, dass Schünhoff als „schwarzes Schaf“ der Familie galt, weil sie nur wenig Geld besaß. Die Malerin hielt sich mit Gelegenheits- und Auftragsarbeiten über Wasser. Zum Teil lebte sie kostenlos bei Garbsener Familien oder bekam Lebensmittel geschenkt. Zum Dank dafür schenkte Schünhoff ihnen Bilder.

Die Künstlerin wurde 1891 in Wilhelmshaven geboren und starb 1979 in Schwarmstedt. Sie war die Tochter des 1860 in Garbsen geborenen Friedrich Schünhoff. Dieser war zunächst Zeichenlehrer am Gymnasium in Wilhelmshaven. Später gründete er die Dampfziegelei Schünhoff, die sich an der Kahlriete in Berenbostel befand und eine von damals vielen Ziegeleien in Garbsen war. Die Nachfahren leben heute noch in der Stadt.

Emma Schünhoff besuchte kurze Zeit die Kunsthochschule in Weimar, lebte dann im Westerwald, kehrte aber nach Garbsen zurück. In einer Fülle von Aquarellen und Gemälden hielt sie die Landschaft um Garbsen, viele alte Gebäude, aber auch Kinder und Erwachsene in ihrem bäuerlichen Umfeld fest. 1977 erlebte sie noch eine Ausstellung der Stadt mit ihren Werken mit. In Altgarbsen ist der Emma-Schünhoff-Weg nach ihr benannt.

Von Anke Lütjens

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