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Keine Zeit zum Ausruhen

40 Jahre GSG Berenbostel Keine Zeit zum Ausruhen

40 Projekte in einer besonderen Woche: Das Geschwister-Scholl-Gymnasium feiert am Freitag sein 40-jähriges Bestehen - am Nachmittag mit einem Schulfest, am Abend mit einer kleinen Feier.

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Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums präsentieren auf dem Schulfest Ergebnisse ihrer Projektwoche.

Quelle: Lütjens

Berenbostel. Das Schulfest

Poetry Slam, Naturkosmetik, Marmeladen und Chutneys, Alte Spiele und vieles mehr: Rund 40 Projekte haben Schüler des GSG in dieser Woche absolviert. Die Ergebnisse haben sie am Freitag beim Schulfest vorgestellt. Schulleiter Volker Herholt beurteilte die Woche als Erfolg, es haben keinen Leerlauf gegeben.

Am Vormittag konnten sich Schüler vom vielfältigen Angebot von Astronomie bis Schattentheater überzeugen, verbunden mit einem Brunch. Viele Projekte standen auch in Verbindung mit dem 40-jährigen Bestehen der Schule wie ein Imagefilm, Schule damals und heute, Auf den Spuren der Ehemaligen oder die Festschrift.

Sina und Londa haben sich für das Projekt Naturkosmetik entschieden. Sie wollten wissen, was in herkömmlicher Kosmetik an Chemikalien und tierischen Produkten drinsteckt und wie vegane Alternativen selbst hergestellt werden können. Schüler Niklas machte sich in seinem Poetry Slam seine ganz eigenen Gedanken zu Lyrik. Beim Basketball erfuhren die Teilnehmer, wie rasant Rollstuhl-Basketball ist.

40 Jahre Geschwister-Scholl-Gymnasium

Dafür, dass diese Schule fast im Moor versunken wäre, steht sie sehr stabil in der Garbsener Schullandschaft. Rund 860 Schüler in den Laufbahnen G8 und G9, nur vier Schulleiter in vier Jahrzehnten, Ganztagsbetrieb, gesegnet mit der besten Schul-Big-Band Deutschlands, im besten Sinne humanistisch geprägt und international ausgerichtet: Das Geschwister-Scholl-Gymnasium, bis 2001 Gymnasium Berenbostel, feiert am Freitagabend sein 40-jähriges Bestehen  - klein, aber selbstbewusst.

Im August 1976 waren die ersten Siebt- und Achtklässler aus dem damaligen Gymnasium Garbsen, heute Johannes Kepler, und aus der Orientierungsstufe Berenbostel zusammengezogen worden. Schulleiter Hans-Albert Hesse hatte keine eigenen Räume und keine eigenen Lehrer, alle Pädagogen waren nur stundenweise abgeordnet. Unterrichtsdefizit: 30 Prozent. Heute undenkbar. Hesse ließ sich 23 Jahre lang nicht beirren. Er hat einen Teil dessen aufgebaut, was heute ist. Hesse, Wolfgang Lossie (1999-2012), Dorothea Voigt (2012-2014) und Dr. Volker Herholt (ab 2014) haben wenigstens eines gemeinsam: Sie hatten nie Zeit zum Ausruhen. Schule ist immer in Bewegung.

Beim Gymnasium Berenbostel war das sogar wörtlich zu nehmen: In den Achzigerjahren drohte der Ostflügel im moorigen Baugrund zu versinken. Alles wurde geräumt, die Stadt ließ unzählige Betonpfähle unter den Boden setzen. Hat gewirkt, bis heute ist statisch gesehen Ruhe.

Aber nur statisch: Heute fahren die Schülergruppen regelmäßig quer durch Europa, fliegen in die USA, die Big Band ist auf Russland-Tournee gewesen. Das Gymnasium ist international ausgerichtet. Es pflegt seit 37 Jahren die älteste Schulpatenschaft in Garbsen, ausgerechnet mit Pittsburgh/USA. Geht es nicht etwas näher? Vermutlich nicht, das Gymnasium hat seine Ziele immer sehr hoch gesteckt, ganz gleich ob sportlich, musikalisch oder naturwissenschaftlich.

Das höchste Ziel quer durch die Generationen bleibt: "Wir wollen mündige, kritische und solidarische junge Menschen heranbilden, die ein Selbstbewusstsein für ihre eignen Stärken entwickeln und gleichzeitig zu ihren eigenen Schwächen stehen", schreibt Volker Herholt in der Festschrift.

2001 hat sich das Gymnasium den Zusatz Geschwister Scholl gegeben, nach den Gründern der Weißen Rose Sophie und Hans Scholl. Der ehemalige Geschichtsobmann Wolfgang Kersting hat es damals so formuliert: "Junge, idealistische Menschen mit christlich-humanistischem Hintergrund, ihrem Gewissen verpflichtet, aus Zivilcourage heraus Widerstand leistend - was für ein Bildungsprogramm. Wir fördern Mädchen und Jungen, die nicht dumpf konsumieren, sondern aktiv werden und die Welt gestalten. Seien wir uns bewusst: Einflussreiche Kreise aus Politik, Wirtschaft und Werbung wollen gerade das nicht. Der mündige Bürger macht ihnen Angst." In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch zum 40-Jährigen - machen Sie solchen Kreisen weiter Angst.

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Von Anke Lütjens und Markus Holz

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