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Grahl hofft auf geringere Quote

Garbsen Grahl hofft auf geringere Quote

Das Land Niedersachsen hat angekündigt, mehr eigene Kapazitäten zu schaffen für die Erstaufnahme von Flüchtlingen. Das hat auch Auswirkungen auf Garbsen: Ist das Land der Betreiber, werden der Stadt Garbsen die dort untergebrachten Menschen höher angerechnet.

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Arvato-Halle in Garbsen, Gutenbergstraße: Besichtigung mit Regionspräsident Hauke Jagau (von links), Bernd Stühmann, Koordinator von den Johannitern, und Christian Grahl, Bürgermeister von Garbsen. (Archivbild)

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Im Moment sind rund 200 Flüchtlinge in einer der Arvato-Hallen untergebracht. Sie warten dort auf ihre Registrierung und die Verteilung auf die Kommunen. Die Unterkunft wird von der Region betrieben, das Land will die Aufgabe ab 15. Februar selbst übernehmen. Verhandlungen mit den Eigentümern laufen seit mehreren Wochen.

Es macht für Garbsen einen entscheidenden Unterschied, ob die Region oder das Land eine Unterkunft betreiben. Ist das Land der Betreiber, werden der Stadt Garbsen die dort untergebrachten Menschen höher angerechnet.

Im ersten Quartal des neuen Jahres müsste Garbsen nach der derzeitigen Quote 475 Flüchtlinge und Asylbewerber aufnehmen. Die tatsächliche Verpflichtung liegt bei 375 Menschen. 100 werden Garbsen abgezogen als „Ausgleich“ für die Erstaufnahmeeinrichtung bei Arvato. Die Zahl würde sich nach Auskunft von Bürgermeister Christian Grahl sogar noch weiter verringern, wenn das Land die Aufnahmestelle selbst betreibt, einen Großteil der Hallen herrichtet und mit bis zu 1000 Flüchtlingen belegt. In dieser Größenordnung hatte ursprünglich auch die Region geplant.

Offiziell gilt noch die Quote von 475 Menschen. Grahl rechnet damit, dass die Region aber mit neuen Zuweisungen wartet, bis die Verhandlungen zwischen dem Land und den Halleneigentümern abgeschlossen sind. Erst danach wird feststehen, in welcher Höhe Garbsen die Flüchtlinge in der Erstaufnahmestelle angerechnet werden. Im Moment sind alle Unterkünfte und verfügbaren Wohnungen belegt. Zum 1. Mai sollte das Containerdorf für 96 Flüchtlinge fertig sein, aber es gibt noch keine Standortentscheidung. Die nächste Unterkunft, die Mitte 2016 fertig werden soll, ist das Heim an der Wreschener Allee für etwa 90 Menschen.

Von Markus Holz und Bernd Riedel

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