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Größeres Nahwärmenetz in Heitlingen wird gebaut

Bioenergie Größeres Nahwärmenetz in Heitlingen wird gebaut

Eine Bürgerversammlung im Oktober soll das Startsignal für den Bau eines größeren Nahwärmenetzes in Heitlingen werden. Der Verein Bioenergie Heitlingen lässt dafür im Moment nur die Wirtschaftlichkeitsberechnungen noch aktualisieren.

Heitlingen. „Wir sind optimistisch“, sagt der Geschäftsführer Harald Knust. Ausgangspunkt für die Initiative war schon vor vier Jahren der Gedanke, die Abwärme der Biogasanlage im Ort zu nutzen. 140 Haushalte in Heitlingen und Randgebieten von Osterwald hatten ihr Interesse signalisiert, ihre alten Heizungen abzuschaffen und sich an das Wärmenetz anzuschließen. Zwar sind bereits 30 Haushalte zwischenzeitlich an eine eigene Leitung angeschlossen worden, die die Betreiber der Biogasanlage selbst verlegt hatten. Doch der Stamm der Interessenten ist noch groß genug.

Die Planungen wurden ausgeweitet. Mittlerweile gehören auch ein Blockheizkraftwerk, ein Langzeitwärmespeicher und eine zusätzliche Biogasanlage zum Konzept, für das rund zwölf Millionen Euro Investitionen einkalkuliert werden. Es soll jetzt möglichst in drei Phasen realisiert werden. Wenn alles klappt, könnten Netz und Blockheizkraftwerk den Auftakt bilden. „Wenn dann schon einmal ein Teil im Betrieb ist, wird es leichter, Fördergeld für die weiteren Phasen zu bekommen“, sagt Knust.

Da seit der ersten Machbarkeitsstudie schon einige Zeit vergangen ist, müssen nun vor allem die Kosten noch einmal aktuell ermittelt werden. „Wir müssen den Banken ja ordentliche Zahlen vorlegen, wenn wir uns um die Finanzierung bemühen“, sagt Knust. Hürde war dabei, dass viele Handwerker im Moment so beschäftigt sind, dass sie der Initiative keine Angebote machen. „Wir lassen die voraussichtlichen Preise deshalb jetzt von einem Fachmann ermitteln.“ Ende des Monats sollen die Ergebnisse vorliegen. Knust erwartet, dass der Abgabepreis für die Wärme unter den Heizkosten für eine Gasheizung liegt und sich das Projekt deshalb lohnen wird.

Wenn es dabei bleibt, könnten die Bauleistungen im Winter ausgeschrieben werden. Im nächsten Jahr würde dann endlich gebaut werden. „Die nächsten Etappen könnten dann im Jahresabstand folgen“, sagt Knust. „Hauptsache, es läuft erst einmal etwas.“

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