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Grüne fordern mehr Grünpfeile

Garbsen Grüne fordern mehr Grünpfeile

Garbsens Grüne fordern, mehr Grüne Pfeile an den Ampeln einzusetzen - und verprellen damit einen Teil ihrer grünen Klientel: Radfahrer und Fußgänger.

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Wer hier an der Osterwalder Straße, Ecke Am Hechtkamp, bei Rot nach rechts abbiegen will, muss stoppen, den Verkehr von links passieren lassen und beachten, dass von hinten Radfahrer und Fußgänger kommen können - eine komplexe Situation.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Mehr Grünpfeile und weniger Ampeln im Nachtbetrieb, das ist die Forderung der Grünen an den Rat der Stadt und die Verwaltung. Motor des Vorstoßes ist der Taxiunternehmer Orhan Akdag, Ratsherr und Mitglied bei den Grünen. „Ich bin beruflich viel in Garbsen unterwegs, durch den Grünpfeil kann der Verkehrsfluss an den Ampeln stark verbessert werden“, meint Akdag.

In Garbsen ist ein einziger Pfeil installiert. Er hängt an der Ampel Osterwalder Straße, Ecke Am Hechtkamp, Fahrtrichtung Osterwald. Ein zweiter hängt in Marienwerder an der Kreuzung Auf der Horst/Hollerithallee/Garbsener Landstraße. „Wir würden uns mehr solche Pfeile wünschen“, sagt Marlen Gartzke von der Fahrschule Alex, „damit wir die Fahrschüler besser auf solche Situationen vorbereiten können - das ist eine Prüfungssituation.“ Fahrlehrer Thomas Silbermann aus Wunstorf rät dagegen ab. „Wir schulen das natürlich, danach ist es aber schnell vergessen, und dann kommt es zu Missverständnissen an solchen Kreuzungen“, sagt Silbermann. „Der Pfeil suggeriert: Für mich ist Grün, ich darf fahren. Aber den Stopp an der Haltelinie vergessen die meisten.“

Er hat nach einer Studie von 2015 nicht Unrecht: Der grüne Pfeil birgt Gefahren und bringt keine Zeitvorteile. Zu diesem Urteil kommen der Dachverband Unfallforschung der Versicherer (UDV) und die TU Dresden. 370 Kreuzungen in 75 Großstädten wurden ausgewertet (udv.de). UDV-Chef Siegfried Brockmann: „Mehr als zwei Drittel der Autofahrer verstoßen gegen die Haltevorschrift. Das ist die Gefahr für Fußgänger und Radfahrer.“ Hamburg hat die Pfeile 2014 abgebaut, weitere Städte folgten dem Beispiel. Nach Recherchen des Magazins Focus wird der Grünpfeil - ein Verkehrszeichen der DDR - aus Sicherheitsgründen aussterben.

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