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Was kostet die Stadt ein Neubaugebiet?

Garbsen Was kostet die Stadt ein Neubaugebiet?

Was kostet es den Steuerzahler, wenn in Garbsen eine neue Siedlung für beispielsweise 200 Menschen gebaut wird? Es geht nicht um das Geld für Straßen, Lampen und Kanalisation. Es geht vielmehr um Schul- und Kindergartenplätze. Die Grünen fordern von der Verwaltung, diese Kosten in Zukunft aufzulisten.

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Wohnfolgekosten: Beschließt der Rat ein Neubaugebiet in Berenbostel, müssen Politik und Verwaltung kalkulieren, wie viele Kinder etwa an der Ratsschule eingeschult werden und ob die Schule ausgebaut werden muss.

Quelle: Benjamin Behrens

Garbsen. Beispiel Berenbostel: Am Hespe und entlang der Wreschener Allee liegen potenzielle Neubaugebiete. Die Verwaltung hat insgesamt sieben Flächen für Neubausiedlungen im Blick. Werden Häuser für rund 200 Menschen gebaut, kann die Stadt ziemlich exakt prognostizieren, wie viele Kita-Plätze gebraucht werden und ob es in einer der beiden Berenbosteler Grundschulen zu eng wird und ausgebaut werden muss.

Den finanziellen Aufwand dafür nennen die Grünen "Wohnfolgekosten". Die Stadtverwaltung kann das nach eigenen Angaben sehr genau berechnen. Sie hat das in der Vergangenheit auch getan, aber an anderer Stelle. Jedes Jahr legt sie dem Rat zum Beispiel aktuelle Prognosen für den Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen vor. Für die Entwicklung der Schulen gibt es ein ähnliches Zahlenwerk. Darin sind die Konsequenzen, die sich aus jedem neuen Baugebiet ergeben, berücksichtigt. Die Grünen wollen diese Zahlen aber sehen, sobald sie über ein Neubaugebiet entscheiden sollen.

Hintergrund ihres Antrages ist eine Schwachstelle in der Stadtentwicklung: Entwickelt und verkauft ein privater Investor sein Land als Bauland, streicht er den Gewinn für sich ein. Das ist legitim. Aber die Stadt bleibt auf den "Wohnfolgekosten" sitzen. Würde sie Baugrundstücke selbst vermarkten, könnte sie einen Teil der Folgekosten aus dem Verkauf der Flächen decken. Die Grünen fordern das nicht. Sie fordern aber eine Auflistung der ungefähren Folgekosten, damit der Rat weiß, wie viel Geld er beiseite legen muss, wenn er Neubaugebiete beschließt.

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