Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
HAZ-Sommereinsatz: Neuer Sand für kleine Bagger

Spielsand für Kita HAZ-Sommereinsatz: Neuer Sand für kleine Bagger

Frischer Spielsand für die 60 Kinder in der evangelischen Kita in Garbsen-Osterwald: Das war am Sonnabend der letzte Sommereinsatz von HAZ und STIFTUNG Sparda-Bank. 25 Kinder, Eltern, Erzieherinnen und mittendrin Kita-Chefin Heike Thiele schippten, was die Schaufeln hergaben.

Voriger Artikel
Schüler entdecken ihren Wert
Nächster Artikel
Schleppjagd über Stock und Stein

Alle für einen: 16 Väter, Mütter und Kinder schaufeln in Osterwald den frischen Sand auf den großen Spielberg.

Quelle: Markus Holz

Osterwald. Alles absagen? Oder den Friesennerz überziehen und durch? Vor ein paar Tagen sah die Wetterprognose wirklich bescheiden aus für diesen Sonnabend. Es sollte aus Kübeln schütten. Egal. 20 Eltern hatten sich trotz der beginnenden Ferien angemeldet für den letzten HAZ-Sommereinsatz im evangelischen Kindergarten Garbsen-Osterwald. Nass ist es geworden, aber eher von innen.

Der Kindergarten neben der Kirche hat ein kleines Paradies: Mehr als 3000 Quadratmeter Außengelände zum Austoben, Klettern, Fußball spielen. Die wollen gepflegt sein, und das geht nicht ohne Eltern. 60 Quadratmeter misst allein die Sandkiste unter den alten Eichen. Die Bäume sind im Sommer ein Segen, weil sie großen Schatten spenden. Im Herbst, na ja, da fallen eben Laub und Eicheln. Und wenn nicht wenigstens alle zwei Jahre die oberste Schicht Spielsand ausgetauscht wird, wäre der Sand bald grün wie eine Wiese.

Frischer Spielsand für die 60 Kinder in der evangelischen Kita in Garbsen-Osterwald. Das war am Sonnabend der letzte Sommereinsatz 2015 von HAZ und STIFTUNG Sparda-Bank. 

Zur Bildergalerie

"So, wo steht der Boxring", ruft ein Vater euphorisch. Er kommt etwas später, hat aber eine Schubkarre dabei. Applaus. Es mangelt an Karren. Die des Kindergartens hat einen Platten. Seit 9 Uhr sind die ersten Helfer mit Markus Holz, Redaktionsleiter der Leine-Zeitungen, dabei, alten Sand in zwei Karren zu schaufeln. Bis um 9.30 Uhr sind vier Schubkarren da. Kinder rollen noch mit drei Kinderkarren an, perfekt. Es läuft. Und es regnet. Und der Sand ist schwer.

Heike Thiele sticht den Radius ab. "Die ersten zehn Zentimeter müssen raus." Okay. Das Konzert der Schaufeln hat einen schnellen Rhythmus, das große Helferteam spielt sich ein. Die Autobahn der Schubkarren zieht sich vom Sandhügel zum Bolzplatz, zur großen Freifläche. "Immer hin damit und gut verteilen", ruft Heike Thiele. Drei Mütter und zwei Kinder schieben und harken, während die anderen oben schaufeln. Es geht schnell, schneller als erwartet.

Und eher als erwartet kommt der Kipper vom Baustoffhandel Koschmieder aus Berenbostel. Drei Kubikmeter Sand hat er geladen, den etwas feineren, der nicht so an den Klamotten klebt. Erste Wahl. Großer Moment für die Kinder.

"Der Laster kommt, der Laster kommt." Mit Schwung drückt der Fahrer den Kipper den kleinen Hügel hoch, bis die Reifen im Matsch durchdrehen. "Das ist die erste Fuhre, ihr braucht doch noch mehr oder?", fragt er, als er die fast blendend hellen Körner abkippt. "Ja, mindestens noch mal so viel", rufen die Schaufler. Und Heike Thiele ruft zur Pause.

Inga Fukalla, Silke Herwy, Olga Stein und Anja Kräft haben Frühstück gemacht. Kaffee, Tee, Saft, belegte Brötchen. Große Männer nehmen Platz auf Kindermöbeln. Alle kommen zusammen. Na ja, fast alle. Im Nebenraum haben die Erzieherinnen Doro Looff und Sabrina Andersen die Bastelstube für die Jüngsten aufgemacht, die kaum die Scheren aus der Hand legen wollen.

"Ich freue mich so sehr, dass heute so viele Eltern gekommen sind", sagt Heike Thiele, "das haben wir auch schon anders erlebt." Einige Väter haben packfrei bekommen. Ihre Frauen machen die Autos reisefertig, in wenigen Stunden oder morgen wollen viele Familien aufbrechen. Sören Andersen aus Bevensen bei Neustadt ist dabei, weil seine Frau in der Kita arbeitet und weil Tochter Mia gehört hatte, dass heute etwas Großes in Mamas Kita passiert. "Sie wolle dabei sein", sagt Sören Andersen. Berit Schulze ist mit ihrer Tochter Leonie aus Bordenau gekommen. "Ist für mich selbstverständlich, hier zu helfen. Wo ich kann, bin ich dabei. Das Mitmachen ist mir wichtig, weil ich möchte dass es meiner Tochter hier gut geht", sagt sie, trinkt noch einen Schluck Kaffee und macht sich wieder auf den Weg zu den anderen draußen.

Der zweite Kipper kommt, nochmal vier Kubikmeter. Schaufler und Harker sind so gut eingespielt, dass es nur noch Minuten braucht, bis der frische Sand rund um den kleinen Spielbagger in der Mitte verteilt ist. Eineinhalb Stunden dauert der letzte HAZ-Sommereinsatz 2015. Geplant war mehr Zeit.

Aber bei gutem Wetter. Bei gutem Wetter hätten die Helfer noch die Spielhütten mit Holzschutz gestrichen. Für heute ist das gestrichen, das Holz ist durchgeweicht. Nächstes Jahr. Die STIFTUNG Sparda-Bank hatte für dieses Jahr noch 500 von 20.000 Euro für die HAZ-Sommeraktion im Topf. Genau diese Summe haben der Sand, das Frühstück und die Holzschutzfarbe gekostet.

Perfekter geht es nicht. Schöne Ferien und Danke an alle Helfer.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smmlufjji8y781qerm
Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Fotostrecke Garbsen: Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr