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Investor baut für Haase Logistik neues Lager

Garbsen Investor baut für Haase Logistik neues Lager

Neue Halle, neue Geschäftspartner: Das Unternehmen Haase Logistik steht mit seiner Hausgerätesparte an der Schwelle zu einer neuen Firmendimension. Ab August werden von Osterwald aus Waschmaschinen, Trockner und Mikrowellen auf ganz Deutschland und Österreich verteilt – ohne eigene Fahrzeugflotte.

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Die Hülle steht, ab nächster Woche wird Beton gegossen: Das ist die neue Logistikhalle für das Unternehmen Haase in Osterwald.

Quelle: Markus Holz

Osterwald. Manche Krisen sind absehbar – diese war es nicht: Haase Logistik hatte 2009 in der Blütezeit 170 Mitarbeiter an drei Standorten. 100 Trucks fuhren Kühlschränke und Waschmaschinen, sogenannte weiße Ware. 70 Prozent Gesamtumsatz mit einem Auftraggeber. Der lebenswichtige Auftrag brach 2012 weg, Unternehmer Jürgen Haase musste Standorte schließen und zwei Insovenzverfahren über sich ergehen lassen.

Seine Hausgerätelogistik in Nauen bei Berlin blieb von all dem verschont. Haase setzte alles auf dieses Pferd, knüpfte neue Verbindungen, wurde Logistiker ohne Flotte. Heute verteilt er 550.000 Hausgeräte pro Jahr mit fast 20 Transportunternehmen als Partner in Deutschland und Österreich. Seine Profession sind nicht mehr die Diesel, es ist eine hoch spezialisierte Software und die profunde Branchenkenntnis. Haases Auftraggeber ist Amica Wronki, polnischer Marktführer in der Hausgeräte-Branche mit großem Expansionswillen und Firmensitz bei Posen sowie im münsterländischen Ascheberg. Seit 2009 arbeiten beide zusammen.

Die Geräte kommen aus Polen oder Fernost via Hamburg nach Nauen, ab August nach Osterwald. Haase verteilt sie auf 17 Standorte in Deutschland und Österreich. Dort übernehmen Partner die Auslieferung. Verantwortlich für den Weg bis zum Endkunden ist aber Haase. Garantierte Lieferzeit 24, 48 oder 72 Stunden, je nach Entfernung.

Der Speditionsaltbau an der Molkereistraße reicht für einen solchen Auftrag nicht aus. Ein gewerblicher Projektentwickler baut seit November hinter dem Altbau eine Halle mit 11000 Quadratmetern Lagerfläche. Der Altbau wird saniert, im August soll allles fertig sein.

Haase wird das jetzige Herzstück seiner Logistik in Nauen mit 22 Mitarbeitern auflösen. Sie war sein Rückgrat in der Krise. Aber Haase musste mit sehr spitzem Stift rechnen, von wo aus sich der Großauftrag am günstigsten abwickeln lässt. Ergebnis: Region Hannover wegen der der A7, der A2, der Nähe zu den Nordseehäfen und zu den Hauptabsatzgebieten Rhein-Main, Rhein-Ruhr und Ostwestfalen. „Jeder in Nauen hat die Chance, nach Garbsen zu wechseln“, sagt Jürgen Haase. Er hofft, dass seine leitenden Angestellten auf jeden Fall mitziehen. Je mehr Mitarbeiter ihr Knowhow aus Nauen mitbringen, desto besser. Im August startet die Hochsaison im Handel mit weißer Ware.

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