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Kulturhaus Kalle ist barrierefrei

Garbsen Kulturhaus Kalle ist barrierefrei

Das Kulturhaus Kalle ist ab sofort barrierefrei erreichbar. Ein Hebelift ist am Donnerstag offiziell in Betrieb genommen worden. Nutzer kommen schon gut damit zurecht: Imtraud Heinrich aus Altgarbsen, kam, stieg ein und freute sich: Das viele Treppensteigen im Kalle macht nicht nur ihr Mühe.

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Irmtraud Heinrich, unterwegs zum Kurs Ölmalerei, nutzt den Hebelift ohne weitere Einweisung - und freut sich über die Verbesserung.

Quelle: Bernd Riedel

Havelse. Als Standort wurde der Treppenaufgang vorn gewählt, an der Straßenseite. Dort ist reichlich Platz, während das gegenüber an der Einfahrt zum Parkplatz und am anderen Ende, zur Feuerwehr hin, nicht möglich gewesen wäre. Nicht nur Standortüberlegungen verzögerten die Umsetzung des Kulturausschussbeschlusses, der schon einige Jahre zurück liegt, auch grundsätzliche Erwägungen wurden angestellt, sagte Hans-Jürgen Menzel, Fachbereichsleiter Hochbau und Gebäudewirtschaft. Unter anderem stellte man sich die Frage, ob nicht die gesamte riesige Rampe vor dem Kalle abgetragen werden sollte. Stattdessen hat die Rampe nun ein Sicherheitsgeländer.

Der Lift kostete etwa 15.000 Euro, sagte Annette Blöchle von der Abteilung Hochbau, die für das Projekt verantwortlich war, dazu der Betonsockel für optimale Standfestigkeit und das Geländer machten zusammen 27.000 Euro Baukosten. Noch ehe die offizielle Inbetriebnahme vorgenommen werden konnte, kam Irmtraud Heinrich aus Altgarbsen und nutzte den Lift völlig selbstverständlich. Sie kommt zweimal die Woche zu Malkursen und freute sich sichtlich über die Verbesserung.

Die Installation war längst fällig: Das Kalle ist für Menschen, die in ihrer Mobilität beeinträchtigt sind, nur mit Mühe erreichbar, weiß Uwe Witte, Abteilungsleiter Kultur und Sport. "Manche Besucher kamen erst gar nicht, weil sie nicht wussten, wie sie diese Treppen und Barrieren überwinden sollten", sagte Karin Schleiermacher von der Freiwilligenagentur. Andere hätten ihren Rollator an der Laterne geparkt - das ist jetzt nicht mehr nötig. Der Hebelift ist vom Gebäudeinneren ein- und ausschaltbar: Der erste, der kommt, schaltet ihn ein, der letzte, der geht, schaltet ihn aus.

Das Kulturhaus Kalle ist das ehemalige Havelser Rathaus und war nach der Gebietsreform auch Verwaltungssitz. Zwischenzeitlich war Radio 21 dort Mieter. Als der Radiosender auszog, musste ein neues Konzept her. Witte setzte sich mit seiner Idee K(ultur für)alle durch. Auf zwei Etagen und rund 757 Quadratmetern haben sich seit der Gründung 2012 mehr als ein Dutzend Vereine und Organisationen miteinander eingerichtet: unter anderem die Musikschule, die Kunstschule, die Italienische Gemeinde, die Senioren-Gemeinschaft, der Schachklub, der Radsportclub, der Naturschutzbund, der Museumsverein, das Spielzeugmuseum, die beiden Laienschauspielgruppen Kellerbühne und Komödie Berenbostel, Klangkörper, Freiwilligen-Agentur und der Verein Aquaterra. Regelmäßig finden Konzerte und Kunstausstellungen statt. Das Café Kalle immer donnerstags ist einer der beliebtesten Treffpunkte.

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Uwe Witte (im Korb) fährt Probe. Karin Schleiermacher (von links), Annette Blöchle und Hans-Jürgen Menzel schauen interessiert zu.

Quelle: Bernd Riedel
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