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Heimatmuseum zeigt Krippen aus aller Welt

Garbsen Heimatmuseum zeigt Krippen aus aller Welt

Das Heimatmuseum Garbsen präsentiert die neue Sonderausstellung „Bethlehem ist überall – Krippensammlung Hillebrand“. Rund 130 Krippen aus aller Welt sind ab Sonntag zu sehen. 

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Thomas und Kerstin Hillebrand präsentieren im Heimatmuseum Garbsen einen Teil ihrer Krippensammlung wie diese Figuren aus Peru.

Quelle: Anke Lütjens

Altgarbsen.  Besucher des Heimatmuseums sind ab Sonntag, 10. Dezember, eingeladen zu einer Krippenreise um die Welt. Die neue Sonderausstellung ist aufgebaut. Unter dem Titel „Bethlehem ist überall – Krippensammlung Hillebrand“ zeigt das Museum rund 130 Krippen aus fast allen Teilen der Welt. „Nur Australien fehlt uns noch“, sagt Sammler Thomas Hillebrand mit einem Lachen. Die Schau wird am Sonntag um 14 Uhr eröffnet.

Die Krippen in den Vitrinen sowie Einzelstücke wie gestickte Krippenfiguren in einem Bild aus England oder Dioramen sind nur ein kleiner Teil der umfangreichen Sammlung von Thomas und Kerstin Hillebrand aus Garbsen. Insgesamt umfasst diese mehr als 500 Krippen. Die Kleinste ist ein etwa ein Zentimeter großer Schwibbogen aus Deutschland, die Schwerste wiegt 112 Kilo. Es ist eine Steingutkrippe aus Italien.

Krippen stellen auch Kulturgeschichte der Länder dar

Die Krippendarstellungen sind nicht nur vielfältig, sie sind auch aus ganz unterschiedlichen Materialien gefertigt. Krippenbauer und Künstler haben Holz, Ton, Papier, Pappe, Bronze, Zinn, Wachs, Porzellan, aber auch Maisstroh, Bananenblätter, Glas und sogar Perlmutt verwendet. Die Krippen spiegeln nicht nur die religiöse Geschichte wider. Sie sind auch ein Stück Kulturgeschichte. Gebäude, Haare und Gesichter der Figuren, auch die Kleidung sind oftmals landestypisch gestaltet.

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Das Heimatmuseum Garbsen präsentiert in seiner neuen Sonderausstellung „Bethlehem ist überall –Krippensammlung Hillebrand“ Krippen aus aller Welt. Rund 130 Krippen sind zu sehen.

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Krippenfiguren aus Kambodscha haben asiatische Gesichtszüge und tragen Sarongs, eine Art Wickelgewand. In Installationen aus Peru oder Bolivien sind statt Ochs und Esel Alpakas zu sehen. Eine afrikanische Krippe ist einer Dorfszene nachempfunden, eine französische ist in eine detailreiche Stadtszene aus der Provence eingebettet.

Mit der Krippe im Hühnerei fing alles an

 Das Ehepaar Hillebrand sammelt seit 1990. Beide besaßen schon Krippen aus den Familien. Mit einer Miniaturkrippe in der Schale eines Hühnereis begann die Sammelleidenschaft. Viele Stücke bringen das Garbsener Paar von Reisen mit oder kauft sie in Klöstern sowie  auf dem freien Markt. Zeitlich umfasst die Sammlung die vergangenen 120 Jahre. Ab 1870 gab es zunächst Papierkrippen, später kamen dann wieder figürliche Darstellungen auf. Besondere Stücke sind eine Darstellung des peruanischen Bildhauers Hilario Mendivil von 1976, ein Klappaltar aus China sowie eine Reliefkrippe aus der Schmuckschmiede des Benediktinerklosters Münsterschwarzach.

Die Schau ist nach dem 10. Dezember noch an den Sonntagen, 14. und 28. Januar, jeweils von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Garbsener Heimatvereine bieten Kaffee und Kuchen an. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Von Anke Lütjens

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