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Höheres Geländer soll Radfahrer schützen

Schloß Ricklingen Höheres Geländer soll Radfahrer schützen

Es ist ein Kuriosum: Obwohl die Leinebrücke von Grund auf saniert ist, wird sie von einem Bauzaun verunziert - aus Sicherheitsgründen. Das Geländer ist zu niedrig. Das Problem soll im Januar behoben werden.

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Radfahrer auf der Leinebrücke sind jetzt noch durch einen Bauzaun vor dem Herunterfallen geschützt. Svitlana Zinndorf fährt jeden Tag über die Brücke, auch in der Zeit vor der Sanierung war das so, und nicht einmal theoretisch ist sie sich einer Gefahr bewusst gewesen. Riedel

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Anfang Mai, als die Sanierung der Von-Woyna-Brücke begann, war die Welt noch in Ordnung: Bis dahin waren viele Radfahrer über die Brücke gefahren, ohne sich vor einem Sturz ins Wasser zu fürchten. Manche hielten auf der Brücke sogar, stützten sich auf dem Geländer ab und schauten aufs Wasser oder in den Sonnenuntergang. Mit dieser Idylle war es bald vorbei: Nach einer EU-Richtlinie müssen Brückenbauwerke mit Radweg ein 1,30 Meter hohes Geländer haben. 1,20 Meter wären auch noch statthaft gewesen - aber das Geländer der Leinebrücke misst nur 1,10 Meter. Das wurde am Ende der Sanierung amtlich festgestellt.

Deshalb blieb nach der fünfmonatigen Sanierung der Bauzaun stehen, und so konnte tatsächlich niemand ins Wasser fallen. Die Region Hannover, Besitzerin des Industriedenkmals, da es Teil der Kreisstraße 322 ist, ließ Fachleute, Denkmalspfleger und Techniker darüber grübeln, wie die Lösung aussehen könnte. Anfangs war an ein Absteigegebot gedacht worden: Das wäre am kostengünstigsten gewesen, und alle Radfahrer, die tagsüber die Brücke zwischen der Luther und der Schloß Ricklinger Gemarkung überqueren, hätten ihr Fahrrad schieben müssen, es sei denn, sie hätten zivilen Ungehorsam üben wollen.

Die Lösung sieht nun anders aus: Das Geländer wird aufgestockt. „Um sicherzugehen, werden wir das Geländer gleich auf 1,30 Meter hochziehen“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Das wird im Lauf des Januar geschehen. Bis spätestens Ende Januar soll die Brücke bauzaunfrei sein.

Weil die Von-Woyna-Brücke unter Denkmalschutz steht, wird viel kleinteilige Handarbeit nötig sein, um das Bauwerk nicht zu verunstalten. Für die Maßnahme sind rund 17 000 Euro Kosten eingeplant. „Die gute Nachricht ist: Die Brücke wird nicht gesperrt. Der Verkehr kann ungehindert fließen“, sagt Abelmann.

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