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Hornissen bauen sich ihr Haus am See

Garbsen Hornissen bauen sich ihr Haus am See

Kein Grund zur Panik: Vor zwei Wochen wurde Michael Lucas ein Hornissennest am Berenbosteler See gemeldet. Seitdem sieht der Nabu-Experte täglich nach dem Rechten. Und gibt Entwarnung: Die Tiere seien ungefährlich - wenn man sich richtig verhält.

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Am Berenbosteler See nisten Hornissen. Täglich sieht Michael Lucas nach dem Nest und fotografiert die Tiere.

Quelle: Benjamin Behrens

Garbsen. Wer hat schon gerne ungeplant Besuch im Haus? Michael Lucas hat nichts dagegen, jedenfalls wenn es um Hornissen geht. Ein Volk von rund 400 Tieren hat sich in einer Eiche am Ufer des Berenbosteler Sees in einem eigentlich für Vögel gedachten Nistkasten ausgebreitet. Die großen Hautflügler haben vermutlich im April angefangen, ihren Wohnsitz in den Vogelkasten zu bauen. Vor zwei Wochen wurde dem Experten für Wespen und Hornissen vom Nabu das Nest gemeldet. Seine Nabu-Kollegin Dagmar Strube war mit Kindern von der IGS auf Baumexkursion. "Dabei wurde das Nest entdeckt, es war schon recht groß", sagt Lucas.

Seitdem hat der 65-Jährige täglich nach dem Rechten gesehen und den Baufortschritt der Insekten mit der Kamera dokumentiert. Im Mai begutachtete der Umweltschützer schon die Nistplätze aus dem letzten Jahr - viele standen leer. Nur ein alter Baum ist ebenfalls von Hornissen in Beschlag genommen worden. "Durch den verkürzten Sommer kommen die mit dem einen Nest zurecht", sagt Lucas. Der Umweltschützer sorgt sich um den Bestand der unter Artenschutz stehenden Tiere. Zu oft fehlt es an geeigneten Nistplätzen und Nahrung.

Umso mehr freut ihn, dass sich die Tiere am Berenbosteler See niedergelassen haben. "Da kann überhaupt nichts passieren", sagt Lucas. Die Tiere seien ungefährlich. Ein paar Meter Abstand halten und hektische Bewegungen vermeiden, reiche aus. Ende Oktober stirbt das Nest dann ab, prophezeit Michael Lucas. "Danach kann man fast die Uhr stellen." Und zurückkehren wird die Königin in diesen Kasten nicht: Hornissen bauen nie zweimal an der gleichen Stelle.

Einen Haken hat die ganze Sache dann doch: "Jetzt muss ich der IGS einen neuen Nistkasten bauen", sagt Lucas und lacht - ein Projekt für die Wintertage.

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Von Benjamin Behrens

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