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Hühner bieten Ausgleich zum Wahlkampf

Bundestagswahl 2017 Hühner bieten Ausgleich zum Wahlkampf

Markus Moschner ist Realist. Seine Chancen, für die Freien Wähler in den Bundestag einzuziehen, bezeichnet der 43-Jährige als „gegen Null tendierend“. Trotzdem hat Moschner nicht lange überlegt, als er gefragt wurde, ob er als Bundestagskandidat für den Wahlkreis Hannover-Land I kandidieren will.

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"Hier kann ich mich entspannen": Markus Moschner füttert die Hühner in seinem Garten.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen.  „Ich war beruflich ohnehin gerade in Berlin, da habe ich einfach ja gesagt“, erzählt der selbständige Tischlermeister aus dem Garbsener Ortsteil Meyenfeld.

Politisch interessiert ist Moschner schon immer gewesen, berichtet er. So hat er sich als Mitglied im Pfarrgemeinderat beispielsweise schon vor Jahren ehrenamtlich für Flüchtlinge engagiert. Die Freien Wähler sind allerdings die erste Partei, in der Mitglied geworden ist. „Es geht mir wie vielen, ich bin unzufrieden mit dem, was die großen Parteien anbieten“, sagt er. Radikale Positionen am politisch rechten oder linken Rand seien ebenfalls nichts für ihn gewesen – und so schloss er sich auf Vorschlag eines Bekannten den Freien Wählern an.

Plakate und einen aufwendig geplanten Wahlkampf kann sich Moschner nicht leisten. „Ich bin viel unterwegs auf Montage. Da hätte ich gar keine Zeit, die Plakate auf- und wieder abzuhängen“, sagt er. Das hält ihn nicht davon ab, in der Freizeit mit Menschen zu sprechen und sie von seinen Zielen (siehe Text unten) zu überzeugen.

Ausgleich im heimischen Garten

Einen Ausgleich zu seiner derzeitigen Doppelbelastung findet der Meyenfelder im Garten seines Elternhauses, um den er sich kümmert. Vor allem der Stall mit den sechs Hühnern hat es ihm angetan. „Hier kann ich mich entspannen. Außerdem versorge ich mich selbst und die Nachbarn mit Eiern“, sagt der gebürtige Meyenfelder. Sollte er tatsächlich in den Bundestag gewählt werden, würde er den Ort zum ersten Mal verlassen – „nur in der Zeit des Zivildienstes habe ich mal kurz auf Langeoog gelebt.“

Das packe ich in meinen Koffer für Berlin

Ein einfaches Steuerkonzept: Das ist in Deutschland viel zu kompliziert. Da belegen wir in Europa einen der letzten Plätze.

Einen Plan für die Zukunft: Wir müssen Ressourcen besser nutzen – zum Beispiel Vorhandenes sanieren statt neu zu bauen.

Mehr Elektromobilität: Das ist die Zukunft. Ich selbst fahre einen Hybrid-Wagen, der mit Autogas betrieben wird – oder Fahrrad.

Hilfe für Familien: Die Idee der „Herdprämie“ finde ich nicht so schlecht. Häusliche Erziehungsarbeit sollte mehr gefördert werden.

Mein Adressbuch: Sollte ich wirklich nach Berlin ziehen, will ich mit meinen Freunden und Bekannten in Kontakt bleiben.

Von Gerko Naumann

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