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Volkstrauer aus Sicht der Jugend

Garbsen Volkstrauer aus Sicht der Jugend

Hunderte Garbsener haben am Sonntag zum Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Verfolgung gedacht. In allen Ortsteilen legten Menschen Kränze an den Ehrenmalen nieder. Im Foyer des Rathauses gab es am Nachmittag eine zentrale Veranstaltung, bei der die Sicht der jüngeren Generation auf das Thema Krieg, Flucht, Vertreibung im Zentrum stand.

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Bürgermeister Christian Grahl spricht bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Foyer des Rathauses.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Zu der Gedenkstunde hatte der Ortsrat Garbsen eingeladen. "Wir wollen Denkanstöße geben und einen bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass die Verhältnisse menschlicher werden", sagte Ortsbürgermeister Franz Genegel. Es sprachen vor mehr als 100 Teilnehmern die Mittzwanziger Eike Siemers und Christof Wenzel in Thesen und im Wechsel, in einer Art Streitgespräch.

"Der Frieden ist für uns junge Leute selbstverständlich geworden, der Krieg begleitet uns aber weiter", sagte Siemers. "Wer sagt, er bekomme nichts mit von Flucht und Vertreibung, der entlarvt sich selbst", sagte Wenzel. Viele Hilfsprojekte, bei den sich Jugendlichen engagieren, zeigten, dass sich junge Leute von Flucht und Vertreibung berühren ließen. Der Volkstrauertag in seiner alten Form spreche junge Leute jedoch nicht an. Der  Volkstrauertag sollte mehr als Tag zum Gedankenaustausch dienen, sagte Siemers.

Die Andacht hielt der neue katholische Pfarrer Christoph Lindner. Er berichtete aus den Erinnerungen seiner Eltern und Großeltern, die die  Erfahrung der Vertreibung machen mussten. Erinnerungskultur bedeute auch, bewusst wahrzunehmen, dass auch heute Menschen auf der Flucht sind. 900 dieser Menschen seien in den vergangenen beiden Jahren in Garbsen aufgenommen worden, sagte Bürgermeister Christian Grahl.

Die musikalischen Beiträge kamen von Ingeborg Broll (Gesang), Beate Kohl (Cello), Bertram Luding (Klarinette) und Christoph Slaby (Klavier) von der Musik- und Kunstschule und die Vereinigte Liedertafel Garbsen.

An allen zehn Ehrenmalen in den Ortsteilen legten Kommunal- und Landespolitiker, Schützen- und Heimatvereine, Feuerwehren, Kirchengemeinden und Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gestern im Laufe des Vormittags Kränze nieder. Chöre, Posaunenchöre und Musikensembles gestalteten die würdigen Feiern musikalisch.

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Die Vereinigte Liedertafel Garbsen trug musikalisch mit zu der Gedenkstunde bei.

Quelle: Bernd Riedel
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