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IGS: Schulleitung hat viele Wünsche

Garbsen IGS: Schulleitung hat viele Wünsche

Unhygienische Teppiche, zu kleine Räume und beschädigte Toiletten: Der Brandschutz ist nicht der einzige Mangel an der IGS Garbsen. Bei einem Rundgang haben Schulleiter Andreas Hadaschik und Hausmeister Andrej Bär Politikern und Stadtmitarbeitern Stellen gezeigt, an denen sie Verbesserungen fordern.

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Schulleiter Andreas Hadaschik (Dritter von links) zeigt den Politikern des Schulausschusses einen Klassenraum, dessen Teppich noch aus den Siebzigerjahren stammt.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen-Mitte. Der einstmals vermutlich grüne Teppich in einem Klassenraum im zweiten Stock ist übersät mit grauen Flecken. "Wir trauen uns kaum noch, Eltern hier herumzuführen, der Zustand ist einfach unhygienisch", sagte Hadaschik. Sein Wunsch an die Politik und Verwaltung: Die aus den Siebzigerjahren stammenden Teppiche sollen gegen deutlich modernere und pflegeleichtere PVC-Böden ausgetauscht werden. Das sei in einigen, aber eben noch nicht in allen Räumen geschehen. "Nach 46 Jahren gibt es hier einen Sanierung- und Renovierungsstau", machte Hadaschik seine Forderungen deutlich.

Den Wunsch fand die Garbsener Sozialdezernentin Iris Metge nachvollziehbar, sie verwies aber auch auf das vorhandene Budget der Stadt für ihre Schulen. Das betrage etwa 150.000 Euro pro Jahr für Baumaßnahmen an der IGS. Die Wunschliste sei erfahrungsgemäß immer lang - und allein den Teppich aus einem Raum zu erneuern koste schnell 5000 bis 6000 Euro.  

Erich Pohl (CDU) sprang der Verwaltung zur Seite. "Jetzt haben sie uns aber wirklich auch gleich den am meisten heruntergekommenen Teppich gezeigt", sagte er in Richtung Hadaschiks. Insgesamt habe die Politik in Garbsen in den vergangenen Jahren stets so viel wie möglich für die IGS getan. "Eigentlich müssten sie glücklich sein, auch wenn sie ein paar kleine Abstriche machen müssen." 

Zentrale Toiletten gefordert

So einfach gab sich Hadaschik jedoch nicht zufrieden. Das nächste Ziel des Rundgangs waren die Toiletten am Durchgang nahe der Mensa. Auch hier waren die Mängel auf den ersten Blick erkennbar. Mehrere Deckenplatten waren - offenbar von Randalierern - herausgebrochen worden, so dass der Blick in Richtung der darüber verlaufenden Rohre frei war. Auch dafür hatte der Schulleiter einen Plan: "Wir wünschen uns eine zentrale Toilettenanlage, wie es sie beispielsweise an der KGS Neustadt gibt", sagte er. Im Idealfall werde eine Raumpflegerin eingestellt, die zum einen für Sauberkeit und zum anderen für soziale Kontrolle sorgen könnte.

Mehr Platz für die Inklusion

Die Aufmerksamkeit beim Rundgang nutze Hadaschik noch, um ein ein anderes Problem aufmerksam zu machen. Einige Klassenräume seien zu klein - der Zuschnitt müsse an die Realität angepasst werden. "Das grenzt teilweise an Käfighaltung", sagte der Schulleiter. Besonders die Inklusion, also der gemeinsame Unterricht für Kinder mit und ohne Behinderungen, bringe neue Herausforderungen mit sich. Es gäbe immer mehr Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen den Unterricht vorübergehend mit ihren Betreuern verlassen müssten. Bislang werden sie beispielsweise im Lehrerzimmer betreut - für Hadaschik eine alles andere als optimale Lösung.

Brandschutz: Wie geht es in den anderen Schulen weiter?

Die erschreckende Erkenntnis ist noch relativ frisch: Der Brandschutz in der IGS ist mangelhaft. Hätte die Stadt nicht sofort provisorisch nachgerüstet, wäre die Schule geschlossen worden. Doch wie sieht es eigentlich in den anderen Schulen im Stadtgebiet aus, die aus der gleichen Zeit stammen? Diese Frage stellte Elternvertreterin Kathrin Thiele im Namen vieler Mütter und Väter in Garbsen im Schulausschuss. "Wir machen uns Sorgen, dass es etwa am Johannes-Kepler-Gymnasium nicht besser aussieht mit dem Brandschutz", sagte sie. Die Eltern wünschten sich, dass nun alle Schulen daraufhin untersucht und Schwachpunkte beseitigt würden.

Genau das werde bald geschehen, versuchte Iris Metge die Eltern zu beruhigen. Garbsens Sozialdezernentin kündigte an, dass noch in diesem Jahr Begehungen mit dem Brandschutzexperten der Region Hannover geplant seien. Auf der Liste dafür stünden zunächst die größeren Schulen mit mehr Schülern und später die kleineren Einrichtungen. Das Ganze sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte Metge. "Bei allen Umbauten in den vergangenen Jahren haben wir den Brandschutz genau in den Blick genommen und entsprechende Genehmigungen eingeholt. Die Sensibilität für dieses Thema ist hoch", sagte sie.

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Von Gerko Naumann

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