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Perspektiven für Flüchtlingskinder: Hand in Hand zum Ziel

Garbsen Perspektiven für Flüchtlingskinder: Hand in Hand zum Ziel

Die IGS hat am Montag ein neues Projekt für ihre Sprachlernklasse gestartet. "Hand in Hand zum Ziel" lautet die Überschrift für das Schüler- und Elternseminar. Dafür kooperiert die Schule mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW).

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Christian Behnsen (hinten links) und Timm Gollub vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft erläutern den Schülern Möglichkeiten zur Ausbildung.

Quelle: Lütjens

Garbsen-Mitte. Ziel ist es, Chancen und Perspektiven für Kinder aus Flüchtlingsfamilien und von Asylbewerbern im deutschen Berufs- und Bildungssystem aufzuzeigen und verständlich zu erklären. Auf diesem Weg sollen die Eltern mitgenommen werden, um gemeinsam die Zukunft ihrer Kinder zu gestalten. Gemeinsam werden mögliche Berufswege erarbeitet. Gleichzeitig lernen Eltern, wie sie ihr Kind bestmöglich auf dem Weg in den Beruf unterstützen. Eine mehrsprachige Übersetzerin unterstützt die Lehrkräfte. Die Leitung hat Christian Behnsen, pädagogischer Mitarbeiter des BNW.

"Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, welche Möglichkeiten sich im deutschen Schul- und Ausbildungssystem bieten. Individuelle Interessen sollen geweckt und gefördert werden, um Ziele zu erreichen", sagte Klassenlehrerin Katharina Bremeyer. Sie hofft außerdem, dass die Motivation der Schüler gestärkt wird, etwas zu schaffen.

Das mehrwöchige Seminar umfasst vier Module. Zum Auftakt am Montag ging es um die Rolle der Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder. Die zwölf Schüler erzählten, welche Berufe ihre Eltern erlernt haben oder ausüben. Gemeinsam planten sie Unterstützungsmöglichkeiten und erstellten einen Berufswahlfahrplan für den Weg aus der Schule in den Beruf. Problem vieler Eltern ist, dass ihre im Heimatland erworbenen Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt werden.

Bei Betriebsbesuchen lernen die Teilnehmer Ausbildungsberufe und Betriebe kennen. Dabei geht es auch um Anforderungen und Bewerbungsverfahren. Zum Abschluss wird das Berufsinformationszentrum (BIZ) besucht. Eltern und Schüler erfahren, welche Unterstützung die Bundesagentur für Arbeit bietet.

Lehrerin Katharina Bremeyer und ihre Kollegin Antje de Vries werten das Seminar bereits als Erfolg. "Ich bin positiv überrascht, wie gut die Schüler es annehmen. Die meisten machen gut mit und helfen sich gegenseitig", sagte Bremeyer.

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