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Ditib-Moschee fördert Flüchtlinge

Garbsen Ditib-Moschee fördert Flüchtlinge

Im Projekt "Moscheen fördern Flüchtlinge" werden bundesweit Muslime zu Flüchtlingshelfern ausgebildet. Einige der neuen Helfer feierten in der Unterkunft in der Carl-Zeiss-Straße gemeinsam mit den Flüchtlingen. Jetzt laufen ihre Projekte an.

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Moscheen helfen Flüchtlingen - In dem Projekt des Ditib werden Flüchtlingshelfer ausgebildet. Einige Seminarteilnehmer haben gemeinsam mit Flüchtlingen in der Unterkunft gefeiert.

Quelle: Benjamin Behrens

Garbsen. Es könnte auch einfach eine Familienfeier oder ein Fest unter Nachbarn sein. Rund 20 Personen sitzen an einem langen Tisch in der Nachmittagssonne. Es gibt Tee und Süßigkeiten, ein paar Kinder spielen Fußball. Tatsächlich kennen sich die meisten am Tisch noch nicht lange. Kamil Yerlikaya hat zu dem kleinen Fest in die Flüchtlingsunterkunft an der Carl-Zeiss-Straße eingeladen. Der 33-Jährige engagiert sich schon länger für Flüchtlinge in Garbsen - jetzt sogar mit Ausbildung.

Das Projekt "Moscheen fördern Flüchtlinge" bildet bundesweit neue Flüchtlingshelfer aus. An drei Wochenenden wurde 20 Freiwilligen aus ganz Niedersachsen in Seminaren vermittelt, was für die Arbeit mit Flüchtlingen wichtig ist. Hinter dem Projekt steht der Moscheen-Dachverband "Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion", kurz Ditib. Außerdem sind das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie andere Behörden als Partner dabei.

Aus Bramsche, Oldenburg, der Region und Hannover kommen die Teilnehmer. "Ich bin eigentlich der einzige, der schon mal Kontakt hatte mit Flüchtlingen", sagt Yerlikaya. Das sei gerade das Gute am Seminar. Der Umgang mit Flüchtlingen, inklusive aller Aspekte wie Behördenformulare, Sprachbarrieren oder traumatische Erfahrungen, waren Neuland für die Teilnehmer.

Die Schwestern Büsra und Merve Duran stammen aus Ronnenberg. "Es lag mir schon immer am Herzen zu Helfen - dies Seminar war die beste Möglichkeit, mich professionell fortzubilden", sagt Büsra Duran. "Wir werden auch weitere Projekte in Angriff nehmen", sagt Yerlikaya. Alle Teilnehmer werden als Abschluss eigene Projekte aufbauen. "Ich möchte ein Projekt im Bereich Alphabetisierung machen", sagt Yunus Savci. Der 27-Jährige studiert Arabistik und Turkologie und Göttingen und möchte eine Lücke schließen, um Analphabeten beim Deutschlernen zu unterstützen.

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Yunus Savci (von links), Kamil Yerlikaya, Büsra Duran und ihre Schwester Merve sind jetzt ausgebildete Flüchtlingshelfer.

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Quelle: Benjamin Behrens

Von Benjamin Behrens

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