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Garbsen droht neuer Streit um Bäder

Garbsen Garbsen droht neuer Streit um Bäder

Das Zentralbad ist politisch beerdigt, der Neubau des Badeparks Berenbostel mit Hallen- und Freibad seit Februar beschlossene Sache. Die Vorbereitungen laufen. Und mitten in die Planungen platzt offensichtlich ein neuer Bäderstreit: Soll das Bad am Planetenring bleiben?

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Der Badepark Berenbostel kommt zurück - aber wie groß? Und was wird aus dem Bad am Planetenring?

Quelle: Archiv/Gerko Naumann

Garbsen. Würde das Hallenbad auf der Horst geschlossen, wäre das neue Hallenbad Berenbostel zu klein für alle Schulen, Vereine und Badegäste. Die Entscheidung muss in diesem Jahr fallen.

19,2 Millionen Euro oder weniger?

Seit dem Ratsbeschluss am 20. Februar 2017, den Badepark neu aufzubauen, ist nicht viel passiert – jedenfalls nicht öffentlich. Die SPD macht das nervös bis ungeduldig. "Der Ratsbeschluss wird nicht umgesetzt", monieren die Sozialdemokraten und fragen den Bürgermeister nach Zeitplan, Sondersitzung und Sparpotenzialen.

Der Rat hatte nicht nur den Badepark-Neubau beschlossen. Er hat die Architekten Venneberg, Zech und Partner auch beauftragt, die Kosten von 19,2 Millionen Euro zu drücken. 30.000 Euro hat die Stadt für den Sonderauftrag „Geld sparen“ extra auf den Tisch gelegt.

Die Verwaltung erinnert die SPD jetzt an etwas, was sie längst weiß: Der Haushalt ist erst am 19. Mai in Kraft getreten. Vorher durfte die Stadt nur die allernotwendigsten Aufträge vergeben – macht drei Monate Verzögerung. Weitere drei Monate kommen hinzu, um den Sparauftrag abzuarbeiten. Es folgt eine Beratung im Herbst. Der endgültige Beschluss über die Größe des Bades ist frühestens am 6. November zu erwarten und der Baubeginn frühestens im Frühjahr 2019, schreibt die Verwaltung. Das Projekt muss europaweit ausgeschrieben werden. Allein das nimmt fast ein Jahr in Anspruch. Für Bauzeit und Probebetrieb rechnet die Stadt unverändert mit 20 Monaten; bis zur Eröffnung schreibt Garbsen also das Jahr 2021 – frühestens.

Badepark allein reicht nicht

Das neue Hallenbad in Berenbostel hat nach dem letzten Entwurf fünf Wettkampfbahnen von 25 Metern Länge. Das reicht für ein Stadtteilbad. Das reicht nach Berechnungen der Verwaltung aber nicht für ein Zentralbad. Da fehlt mindestens eine Bahn; die zusätzlichen Baukosten lägen bei rund 1,35 Millionen Euro. Nach der Anfrage der SPD legte die CDU Anfang Juni eine alte Forderung auf den Tisch: Gesamtkonzept für Garbsens Bäder. Denn das Hallenbad am Planetenring ist technisch marode und muss bis 2021 in jedem Fall durchhalten. Und danach? Für 5,4 Millionen Euro sanieren und weiter betreiben? Oder schließen?

Der Kommentar: Je eher, desto besser

Von Markus Holz

Was passiert mit dem Hallenbad Planetenring? Im Rat ist diese Frage offen, seitdem der Zentralbadplan an der SPD und Teilen der CDU gescheitert ist. Die offene Frage wird voraussichtlich wieder zum Streit zwischen SPD und CDU/Grünen führen.

Auf dem Zug der SPD stand bisher immer zu lesen: Zwei-Bäder-Lösung; erst Badepark bauen, dann über Hallenbad am Planetenring entscheiden. Dieser Plan erledigt sich dank der SPD quasi von selbst: Sagt der Rat jetzt A und entscheidet sich für ein Stadtteilbad mit fünf Bahnen in Berenbostel, muss er auch B sagen, die Halle am Planetenring erhalten und mindestens 5,4 Millionen Euro für die Sanierung der Technik auf die hohe Kante legen. Je eher der Rat das entscheidet, desto besser.

Das wird weder CDU und Grünen noch der Verwaltung schmecken. Aber was ist die Alternative? Ein "Zentralbad" in Berenbostel? Örtlich, schulisch und verkehrstechnisch wäre das die schlechteste aller Lösungen.

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