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Integration bei einem Gläschen Tee

Auf der Horst Integration bei einem Gläschen Tee

Der Kontaktbeamte Günther Hirche hat für die Bewohner des Stadtteils Auf der Horst immer ein offenes Ohr. Er regelt Nachbarschaftskonfikte auf seine eigene, freundschaftliche Tour.

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Wie geht es Ihnen? Kontaktbeamter Günther Hirche unterhält sich mit Marktbesucherinnen.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Es sind Konflikte, wie sie überall vorkommen: Ein Nachbar stellt sich angeblich immer vor eine Ausfahrt, ein anderer macht abends zu viel Lärm („Sagen Sie ihm doch mal, dass er sich einen Teppich kaufen soll“), und ein dritter hat seinen Hund nicht im Griff und der beschmutzt das Treppenhaus. „Ich gehe den Beschwerden nach und suche das Gespräch“, sagt der Kontaktbeamte Günther Hirche. „So können wir viel regeln, ohne dass dabei Papierkram anfällt.“

Die meisten Probleme lassen sich auf diese Weise beheben. Hirche schätzt, dass er eine Erfolgsquote von 95 Prozent erreicht hat. Offizieller Anlaufpunkt ist am Freitagmittag das Büro im Hallenbad Auf der Horst - aber das ist nur durch den Seiteneingang zu erreichen, und den scheint niemand finden zu können. Hirche geht lieber quer über den Platz zum Minishop von Mehmet Alpagu. „Das ist unser Integrationspunkt“, sagt er lächelnd. Ehe er dort angekommen ist, hat er sechs oder sieben Gespräche geführt und ist von allen Seiten gegrüßt worden. Jetzt wechselt er mit Minishop-Betreiber Alpagu ein paar freundschaftliche Sätze und bestellt einen Tee.

Es ist fast mit Händen zu greifen: Hirche ist im Stadtteil beliebt und angesehen - und das beruht auf Gegenseitigkeit: „Auf der Horst wird schlechter gemacht als es ist. Die Mehrheit hier sind ganz normale Menschen - friedlich, freundlich, unauffällig.“ Er wohnt selbst in Garbsen-Mitte, also nicht weit weg, und private Kontakte sind nicht selten. „Manchmal ergeben die sich, weil die Kinder gemeinsam zur Schule oder zum Sport gehen.“

Früher waren es vier Kontaktbeamte. Seit die Garbsener Polizei vor zehn Jahren der Polizeidirektion Hannover angegliedert wurde, sind es nur noch zwei. Hirche selbst macht den Job seit zwölf Jahren, zurzeit allein. Ersatz für den Kollegen Helmut Ostermann, der in Pension ging, wird es wohl gegen Ende des Jahres geben. Das ist auch nötig. Das Betätigungsfeld ist weit: Hirche ist Partner für Schulen, Kindergärten und die muslimischen Vereine. Er ist beim Mitternachtssport ebenso aktiv wie bei Stadtteil- und Vereinsfesten und muss außerdem Behörden wie der Staatsanwaltschaft, Gerichten und der Stadtverwaltung zuarbeiten, wenn es nötig ist.

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