Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Integrationsbeirat will Integration aktiv fördern

Garbsen/Auf der Horst Integrationsbeirat will Integration aktiv fördern

Der Integrationsbeirat beginnt eine immer aktivere Rolle im Leben der Stadt zu spielen. Kürzlich schaltete er sich ein in die Diskussion um die Einrichtung von Oberschulen. Jetzt hat das Gremium eine große neue Aufgabe in Angriff genommen: durch interkulturelle Begegnung die Integration von Flüchtlingen zu fördern.

Voriger Artikel
150 Kinder zeigen Einsatz für die Feuerwehr
Nächster Artikel
Bürgermeister lösen Probleme im Zeltdorf

Gelungener Auftakt: Auf Einladung des Integrationsbeirates und des Runden Tisches der Religionen gab es in der Kirche St. Raphael ein erstes interkulturelles Treffen zum Thema Integration.

Quelle: Archiv

Garbsen/Auf der Horst. „Das soll nicht auf der theoretischen Ebene bleiben“, sagt Foad Kazemzadeh, Vorsitzender des Integrationsbeirates, „wir wollen auch praktische Wege finden.“ Der Beirat und der Runde Tisch der Religionen in Garbsen hatten unter dem Titel „Wir wollen einander nicht fremd sein“ die katholische und die evangelischen Gemeinden, die Ditib-Moschee, die Bahá’í-Gemeinde, die Jesiden, die Humanisten, die italienische Gemeinde und weitere Bürger eingeladen. Zum ersten Treffen in der St.-Raphael-Kirche kamen 20 Teilnehmer. „Es war ein anregender Gedankenaustausch“, sagt Kazemzadeh.

Jede Gruppierung formulierte ein Statement zum Thema, danach wurde diskutiert. „Wir waren uns einig, dass den wirklich Hilfebedürftigen, also Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten, geholfen werden muss“, sagt Kazemzadeh. Als eine Art Gegenleistung, auch das war Konsens in der Versammlung, könne von den Flüchtlingen erwartet werden, „dass sie wissen, in welches Land sie gekommen sind und welche Grundwerte hier gelten“.

Das nächste Treffen ist bereits anberaumt: Es ist am 8. September, 18 Uhr, in der Willehadikirche. „Drei Punkte sind uns dabei wichtig“, sagt Kazemzadeh, „wir wollen festhalten, welche Werte wie vermittelt werden können und sollen, wir wollen einander durch Besuche besser kennen lernen, und wir wollen ausloten, welche praktischen Wege es gibt, unsere Ziele zu verwirklichen.“

Hans-Jörg Jacobsen, der vom Garbsener Verband der Humanisten teilnahm und weiter teilnehmen wird, hat das interkulturelle Treffen als „gelungenen Auftakt“ empfunden. Es solle aber auch „zu etwa führen“. Es sei „ganz schnell Konsens“ gewesen, dass „syrische Flüchtlinge ein Recht darauf haben, dass wir ihnen helfen“, sagt Jacobsen. Religion und Missionierung dürfe dabei keine Rolle spielen. Auch das sei Konsens gewesen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6so76b5uvxt1a0jv611u
Doppelt so viel Platz für die Suchtberatung

Fotostrecke Garbsen: Doppelt so viel Platz für die Suchtberatung

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr