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Jungs bleiben mal draußen

Garbsen Jungs bleiben mal draußen

Manche Mädchen haben es nicht leicht, sich gegen laute und rauflustige Jungs durchzusetzen. Darum durften rund 160 Mädchen am Sonnabend beim Internationalen Mädchentag im Freizeitheim am Planetenring mal ganz unter sich bleiben. Doch die vielen Workshops und Aktionen sollten nicht nur Spaß machen.

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Interkulturelles Mädchenfest zum Welt-Mädchentag: Jessica (links) und Sophie zeigen ihre Glitzertattoos.

Quelle: Benjamin Behrens

Auf der Horst. Vor dem Eingang des Freizeitheims am Planetenring liegen Leinwände zum Trocknen. Auf dem Herouville-St.-Clair-Platz entstehen mit Spraydosen und Bastelmaterial weitere Graffiti-Bilder. "Wir haben hier heute zwölf Aktionen vorbereitet", sagt Evelyn Körting von der Mobilen Jugendarbeit.

Rund 160 Mädchen kommen zum dritten interkulturellen Mädchenfest am Freizeitheim. Sie experimentieren und basteln, sie trommeln und tanzen - ganz unter sich. Das ist die Idee, unter der im Oktober weltweit Aktionen nur für Mädchen stattfinden - initiiert von den Vereinten Nationen.

Afrikanische Trommeln erklingen, eine Streetdance-Gruppe probt, andere backen Cupcakes. "Das ist der Renner überhaupt: Glitzertattoo", sagt Evelyn Körting. Katharina Matuschke-Graf expermentiert mit einigen Mädchen. Aus zwei Flaschen, Strohhalmen und einem Verbindungsststück ist ein Springbrunnen entstanden. "So haben die alten Griechen schon Brunnen gebaut", erklärt die Biologin. Jessica und Sophie freuen sich, mal mit anderen Mädchen unter sich sein zu können, ganz ohne Jungs. "Ich fand die Graffitisache am schönsten", sagt Jessica.

Das Fest fördert nicht nur Mädchen, es soll auch auf ihre Situation weltweit aufmerksam machen. Die Mädchen stecken Pingpong-Bälle in hohe Gläser und stimmen damit ab, was ihnen am wichtigsten ist. Auf einem Glas steht Verbot von Zwangsehen, auf einem anderen mehr Gleichberechtigung. In welche Gläser Sophie ihre Bälle geworfen hat? "In die Richtigen", sagt die 11-Jährige. Das Mädchenfest am Sonnabend war eine Gemeinschaftsleistung der Stadt, der Gemeinden St. Raphael und Willehadi, des Projekt X und des Mädchen- und Frauenzentrums.

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Von Benjamin Behrens

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