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Die Patenschaft hilft beim Ankommen

Horst Die Patenschaft hilft beim Ankommen

Omar Alsaleh und Wadah Alsurie stammen aus Syrien. Seit September leben sie mit 13 Flüchtlingen in der Gemeinschaftsunterkunft in Frielingen. Beim Internationalen Gemeindecafé am Sonnabend im Horster Gemeindehaus trafen sie sich mit weiteren Flüchtlingen und Gemeindemitgliedern.

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Omar Alsaleh (von links) und Wadah Alsurie lernen bei Hartmut Oberdörfer dreimal pro Woche Deutsch. Oberdörfer hat seine „Patenkinder“ mitgebracht zum ersten Internationalen Gemeindecafé in Horst.

Quelle: Flicke

Garbsen. Sieben Flüchtlinge aus der Unterkunft nahmen die Einladung nach Horst an. „Wir wollen Vorurteile abbauen“, sagte die Flüchtlingskoordinatorin der Gemeinde, Rebekka Hinze. Flüchtling sei für viele ein anonymer Begriff. Wenn jedoch mit den Flüchtlingen gesprochen werde, bekomme der Begriff ein Gesicht.

Für die Flüchtlinge werden in der Unterkunft bereits Deutschkurse angeboten, zweimal pro Woche geht Rebekka Hinze gemeinsam mit Isolde Koh, Sozialarbeiterin der Stadt, in die Unterkunft, fungiert als Ansprechpartnerin. „Die Hälfte der Flüchtlinge ist sehr neugierig. Es macht richtig Spaß, mit ihnen zu reden. Es ist schade, dass es die Sprachbarriere noch gibt“, sagte sie. Denn sie spüre, wie gerne der eine oder andere seine Geschichte erzählen würde.

Omar Alsaleh und Wadah Alsurie gehören zu den wenigen, die schon ein Stückchen weiter sind. Sie haben Paten gefunden, sprechen schon ein paar Brocken Deutsch. Beim Gemeindecafé witzelten sie mit Elke und Hartmut Oberdörfer. „Ich wollte mir die Unterkunft anschauen“, erklärt Hartmut Oberdörfer. Dort habe er die beiden kennengelernt, und jetzt übernehme er eine Art von Patenschaft.

„Es war Sympathie auf den ersten Blick“, sagte Oberdörfer. Seitdem kommen Omar Alsaleh und Wadah Alsurie dreimal wöchentlich zum Deutschlernen zu Oberdörfers ins Haus. „Sie kommen immer mit dem Fahrrad, dann lernen wir Deutsch und ich erzähle ihnen etwas über unsere Kultur“, sagte er.

Das ist keine Einbahnstraße: Alsaleh und Alsurie helfen den beiden bei der Hausarbeit. „Ich bin sehr dankbar für die Hilfe“, sagte Alsaleh. Alle seien sehr freundlich zu ihnen, und die Angebote seien sehr hilfreich für ihr Ankommen.

Von Carmen Flicke

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