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Hier baut das Johannesstift ein Stadtteilhaus

Altgarbsen Hier baut das Johannesstift ein Stadtteilhaus

In Altgarbsen entsteht ein neuer Treffpunkt: Das Evangelische Johannesstift baut an der Beethovenstraße ein Wohnquartier mit Pflegeeinrichtung und Nachbarschaftszentrum. Es soll im Sommer 2017 fertig sein.

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Das alte Gemeindehaus der Kirchengemeinde Alt-Garbsen an der Beethovenstraße wird im März abgerissen.

Quelle: Holz

Altgarbsen. Es sind noch alle Plätze frei, sagt Johanna Sandersfeld. „Wir haben viele Anfragen, aber noch keine Verträge. Wir wollten den Baubeginn abwarten.“ Johanna Sandersfeld vom Evangelischen Johannesstift wird das Haus leiten. Die ehemalige Krankenschwester hat ihren Baucontainer an der Mozartstraße in Altgarbsen, 100 Meter von der Baustelle entfernt, bezogen. Ein kleiner, weißer Raum, ihre Zentrale für die nächsten Monate. Ab kommender Woche will sie regelmäßige Sprechzeiten anbieten. Sie werden am Container ausgehängt und in der Presse veröffentlicht.

Die ersten Passanten stoppen schon. „Wir wohnen gleich gegenüber und hätten Interesse. Ist denn noch etwas frei?“, fragt das ältere Ehepaar. „Ja, ist noch alles frei. Kommen Sie einfach vorbei, ich informiere Sie gerne“, sagt Sandersfeld.

Projektleiterin Johanna Sandersfeld hat ihren Beratungscontainer an der Mozartstraße bezogen, sie will ab Baubeginn Kontakte zu Menschen im Stadtteil knüpfen.

Projektleiterin Johanna Sandersfeld hat ihren Beratungscontainer an der Mozartstraße bezogen, sie will ab Baubeginn Kontakte zu Menschen im Stadtteil knüpfen. 

Quelle: Holz

Das Johannesstift macht sich wenig Sorgen, die 48 Wohnungen in den vier Wohn-Pflege-Gemeinschaften belegen zu können. Die Nachfrage steigt stetig. Im Dachgeschoss richtet das Stift zusätzlich zwei Zwei-Zimmer-Wohnungen und eine Drei-Zimmer-Wohnung für Menschen mit Mehrfachbehinderungen ein. Fahrstuhl, Fenster, Türöffner, Notrufdienst – alles über kleine mobile Computer regelbar, das Feinste, was Hauselektronik für schwer behinderte Menschen derzeit bietet. Weil es Vorbildcharakter hat, erhält das Johannesstift von der Region Hannover einen Zuschuss über 50.000 Euro.

Das Ziel gesamten Projektes: Ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben in privater Umgebung. Das Stadtteilhaus ist kein Pflegeheim, es bietet aber bei Bedarf ambulante Pflege und Tagespflege an – für den gesamten Stadtteil.

Sandersfeld macht sich derzeit intensiver Gedanken darüber, wie sie Leben ins Nachbarschaftszentrum bringen kann. Das Haus soll ein Treff und Infozentrum für alle Generationen werden. Hebammen hätten die Chance, Kurse zu geben. Referenten werden pflegende Angehörige beraten. Rentenexperten, Polizei, die Seniorenberatung der Stadt, der ambulante Hospizdienst der Malteser und viele mehr sollen die Räume nutzen können. Dafür zieht Sandersfeld jetzt über den Pottberg, spricht mit Menschen, Vereinen und Organisationen. „Ich möchte wissen, was die Leute hier brauchen, was ihnen fehlt und was sie sich wünschen“, sagt Sandersfeld. „Einen Bankautomaten“, ruft ein Passant, „den gibts hier weit und breit nicht.“ Sandersfeld hat schon viel auf dem Wunschzettel, aber einen Bargeldautomaten noch nicht.             

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Von Redakteur Markus Holz

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