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Nachwuchsforscher ist beim Bundesfinale dabei

Garbsen Nachwuchsforscher ist beim Bundesfinale dabei

Jona Röhrig wirkt locker und entspannt. Gelassen sieht der 18-jährige Abiturient des Johannes-Kepler-Gymnasiums dem Bundesfinale des Wettbewerbs "Jugend forscht" vom 25. bis 28. Mai in Erlangen entgegen. Dafür hatte er sich mit dem Landessieg im Bereich Physik qualifiziert.

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Die Aufnahme aus dem selbst gebauten Spektrometer zeigt die unterschiedlichen Wellenlängen des Lichts.

Quelle: Röhrig

Garbsen.. "Im oberen Bereich" möchte Jona schon landen, gibt er zu. Aber wie sieht er seine Chancen zu gewinnen? "Die Konkurrenz ist sehr stark", sagt er. Aber das habe er vor dem Landessieg auch schon so geäußert, sagt der 18-jährige mit einem leichten Schmunzeln.

Für den Wettbewerb reichte er seine Facharbeit ein. Dazu animierte ihn sein Lehrer, Dr. Eckart Deseke. Darin untersuchte der Abiturient den Einsatz von Fluoreszenz, die spontane Emission von Licht, in Alltagsgegenständen wie Kleidung oder Leuchtmitteln. Für "Jugend forscht" hat er das Projekt physikalischer gestaltet.  Röhrig baute sich aus einer Kamera, Schachteln und der oberen Schicht einer DVD ein Spektrometer. Mit dem Computer hat der junge Havelser außerdem ein Programm geschrieben, das die Bilder analysiert und in ein Messdiagramm, eine Grafik, überträgt.

"Spektrometer sind teuer, daher habe ich mich damit beschäftigt und selbst eines konstruiert", sagt der Nachwuchsforscher. Licht besteht aus Wellen unterschiedlicher Längen. Mit dem Gerät wird das durch einen schmalen Schlitz fallende Licht aufgeteilt und Jona prüft, wie stark einzelne Wellenlängen vertreten sind. "Das Licht fällt auf die oberste Schicht einer DVD als optisches Gitter und wird dann in Abhängigkeit von der Wellenlänge abgebeugt", erläutert Jona.

Die Bilder zeigen beispielsweise bei Leuchtstoffröhren einen Regenbogenverlauf in schärferen Linien und bei LED-Licht einen Verlauf von Blau nach Rot in weicheren Linien. Auf die Idee für sein Projekt ist Jona durch die Niedersächsische Talente-Akademie gekommen. Diese hat er schon einige Male besucht und sich dort unter anderem eine Woche mit dem Thema Licht befasst. Der 18-jährige kommt von der Robotik, bei Roberta ist er von Beginn an dabei und hat schon einige Meisterschaften bestritten.

Für das Abitur hat er seinem Talent entsprechend Mathe und Naturwissenschaften als Profil gewählt. Fremdsprachen wie Englisch möge er nicht so gerne, räumt der Nachwuchsforscher ein. Auch das Studium soll in die Richtung Mathe, Physik, Informatik oder Elektrotechnik gehen. Früher hat Jona, der noch eine ältere Schwester hat, viel Musik gemacht. Die musisch-mathematische Begabung habe er wohl von seinem Vater geerbt, "aber der hat die Musik zu seinem Beruf gemacht", erzählt der 18-Jährige.

Neben der Robotik hat er noch weitere Hobbys: Tanzen , tauchen und Gleitschirm fliegen gehören dazu. Falls Jona beim Wettbewerb gewinnt, darf er sich über 3000 Euro Preisgeld freuen. Das könnte dann in einen Tauchurlaub oder einige Flüge investiert werden.

Info: Das ist Jugend forscht

Jugend forscht ist ein Ideenwettbewerb, bei dem sich die Teilnehmer selbst ein Projekt suchen, das sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Die Fachgebiete umfassen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik. Den Nachwuchswettbewerb richtet die Stiftung Jugend forscht aus. Patenunternehmen ist die Siemens AG. Der Wettbewerb richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre. Ziel ist, junge Menschen für die sogenannten MINT-Fächer zu interessieren, Talente frühzeitig zu entdecken und sie gezielt zu fördern. Dazu gibt es jährlich rund 110 Wettbewerbe. Pro Runde gibt es Sach- und Geldpreise von rund einer Million Euro zu gewinnen. Seit der Gründung 1965 hat sich rund eine Viertelmillion Jungforscher beteiligt.  

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Jona Röhrig (18) aus Havelse hat sich mit seiner Arbeit für das Bundesfinale im Wettbewerb Jugend forscht qualifiziert.

Quelle: Lütjens
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