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Jugendberufsagentur eröffnet

Garbsen Jugendberufsagentur eröffnet

In Garbsen ist am Donnerstag die erste Jugendberufsagentur in der Region Hannover eröffnet worden: Fachleute aus mehreren Institutionen unter einem Dach arbeiten Hand in Hand. Ihr Ziel: Der nahtlose Übergang Jugendlicher von der Schule in eine Ausbildung.

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Die erste Jugendberufsagentur ist eröffnet: Michael Stier (von links), Geschäftsführer des Jobcenters Region Hannover, Bürgermeister Christian Grahl, Stephan Weil, Regionspräsident Hauke Jagau, Bärbel Höltzen-Schoh, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, und Klaus Stietenroth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, zertrennen das obligate Band.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Dieses Ziel ist hochpolitisch. Ministerpräsident Stephan Weil kam deshalb persönlich. 22 000 Menschen unter 25 Jahren sind in Niedersachsen als arbeitssuchend registriert, weitere 35 000 drehen in Übergangssystemen, Kursen und Qualifizierungen Orientierungsrunden, während in immer mehr Unternehmen Lehrstellen unbesetzt bleiben und ein Viertel der Lehrverträge vorzeitig gelöst werden. „Das können wir uns nicht leisten“, sagte Weil. Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, hörte es mit Freude. „Wir begrüßen alles, was in diese Richtung geht“, sagte er. Weil kündigte an, die Berufsorientierung auch an Gymnasien zu forcieren.

Die Partner: 19 Mitarbeiter stellen das Stammpersonal. Keiner ist zusätzlich eingestellt, keiner ihrer Arbeitgeber zahlt zusätzliches Geld. Die Mitarbeiter kommen aus dem U-25-Team des Jobcenters (8), aus der Agentur für Arbeit und deren Berufsberatung (3), vom Pro-Aktiv-Center (Pace, 3) und aus den Projekten Pace Mobil (3) und Jobbüro (2). Kooperationspartner sind unter anderem die Jugendhilfestation der Region und die Ausbildungslotsen sowie Berufseinstiegsbegleiter an den Garbsener Schulen. Das Land will außerdem einen Lehrer für fünf Wochenstunden als Kontaktstelle zwischen Schulen und Agentur freistellen.

Das Verfahren: Die Jugendberufsagentur, Rathausplatz 8 (Im Haus der Agentur für Arbeit), ist offen für alle, die den Anschluss an ihre Schulzeit planen. Weil Probleme schulische, persönliche oder soziale Ursachen haben können, sitzen die Berater unter einem Dach. Der Kunde wird, wenn er will, „an die Hand“ genommen und zu den unterschiedlichen Experten begleitet. Das war bisher nicht möglich. Aus Datenschutzgründen etwa dürfen Jugendhilfe und Jobcenter ihre Daten nicht austauschen. Zweites Plus: Erhält ein Kunde staatliche Unterstützung aus mehreren Töpfen, kann das Geld zusammengefasst und konzentrierter eingesetzt werden.

„Wir stehen erst am Anfang dieser Zusammenarbeit“, sagt Hartmut Berg, federführender Koordinator. Mehr als ein Jahr hat er in die Gründung investiert. Garbsen ist der erste Standort in der Region, weil Berg auf ein sehr enges Netzwerk von Jugendberatern zurückgreifen konnte. Stadt und Jobcenter hatten sich das Thema vor mehr als zehn Jahren auf die Fahnen geschrieben, haben als Erste mit Ausbildungslotsen gearbeitet und die Bildungsagentur Garbsen gegründet - Vorarbeiten, die sich jetzt auszahlen können.

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