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Jugendberufsagentur will enge Kooperation mit Schulen

Garbsen Jugendberufsagentur will enge Kooperation mit Schulen

Die Jugendberufsagentur Garbsen ist ein Modellprojekt für die ganze Region Hannover. Ihr modellhafter Charakter zeigt sich in zwei wichtigen Aspekten: Niemand wird weggeschickt, und die Kompetenzen unterschiedlicher Auskunftsstellen werden so gebündelt, dass die Jugendlichen, die um Rat und Hilfe fragen, diese auch bekommen können.

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Koordinator Hartmut Berg sieht die Jugendberufsagentur in Garbsen auf einem guten Weg.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen-Mitte. Für hieb- und stichfeste Zahlen und Feststellungen sei es noch zu früh - neun Monate nach Gründung der Jugendberufsagentur am Rathausplatz, sagt Koordinator Hartmut Berg, aber "wir sind auf einem guten Weg". Das zeige sich darin, dass die unterschiedlichen Stellen ohne große Reibungsverluste zusammenarbeiten. "Das wird von den Jugendlichen auch genutzt", sagt Berg. Niemand bekomme mehr die abschlägige Antwort: "Da kann ich Ihnen nicht helfen." Sondern der richtige Ansprechpartner werde umgehend vermittelt. "Ich bin im Ausschuss für das Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit gefragt worden, ob wir einen Jugendlichen zum Beispiel aus Seelze ablehnen würden", sagt Berg. Jemanden einfach wieder wegzuschicken, entspreche nicht den Zielen der Jugendberufsagentur. "Wir wollen weiterhelfen. Jeder, der uns fragt, bekommt Ansprechpartner genannt, an die er sich wenden kann."

Die Jugendberufsagentur ist für 6930 Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahre zuständig. 850 von ihnen bekommen bereits Leistungen. Berg schätzt, dass die Jugendberufsagentur insgesamt zu etwa 25 Prozent dieser Jugendlichen Kontakt habe. "Das ist ein guter Anfang." Mit der Berufsfindungsmesse in der IGS im März glaubt Berg 2200 Schüler erreicht zu haben. Auch Abiturienten werden beraten. "Die mussten früher nach Hannover gehen, um qualifiziert beraten zu werden", sagt Berg. Das Angebot für Abiturienten werde gut angenommen. Es richtet sich an Jugendliche ab Klasse 10 an den Gymnasien in Garbsen. Die Abiturienten können dabei über ihre beruflichen Wünsche und ihre Ziele sprechen, aber auch ihre Befürchtungen loswerden oder ihre persönlichen Probleme darlegen.

Abseits der Einzelfallhilfe will Berg mit dem Team von 18 Mitarbeitern ein großes Feld beackern: die Zusammenarbeit mit den Schulen. "Da ist noch vieles möglich", sagt Berg. Kooperationsvereinbarungen sollen mit jeder Garbsener Schule getroffen werden, um von Anfang an zu verhindern, dass Jugendliche nach der Schule in den Leerlauf gerieten. "Eines unserer Hauptziele ist, die Verweildauer zwischen Schulende und Berufsanfang deutlich zu verringern", sagt Berg, aber am besten wäre es, wenn es gar keine Zeitverluste gebe.

In den Schulen sollen alle Kräfte in Berufsorientierungskonferenzen gebündelt werden. "Alle Akteure wie Schulleitung und Pädagogen, Ausbildungslotsen, Berufseinstiegsbegleiter und Schulsozialarbeiter ziehen dort an einem Strang", sagt Berg, so sei gewährleistet, dass alle Beteiligten den gleichen Wissensstand hätten und in jedem noch so besonderen Fall wüssten, was zu tun sei. Auch mit der Jugendhilfestation in der Skorpiongasse soll es eine enge und geregelte Zusammenarbeit geben. Gemeinsame Dienstbesprechungen seien der Anfang.

"Das geht nun Schritt für Schritt", sagt Berg. "Unsere Ressourcen sind begrenzt, und wir werden Zeit brauchen, um das Optimum zu erreichen."

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