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Einer wundert sich, dass alle sich wundern

Garbsen Einer wundert sich, dass alle sich wundern

Kabarettist und Satiriker Nils Heinrich hat in Heitlingen Station gemacht und dort mit bissigen Kommentaren und musikalischen Enlagen die Wirren der Welt vorgestellt.

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Sparsam in Gesten und Mimik sinniert Kabarettist Nils Heinrich über Merkwürdigkeiten des Lebens.

Quelle: Lütjens

Heitlingen. Nils Heinrich ist Mitte 40, als DDR-Bürger geboren in Sangerhausen/Sachsen-Anhalt, hat einen rucksackgroßen Fleischklops mit eingebauter Biogasanlage als Sohn und leidet seinetwegen unter Schlafentzug. Er kommt aus Berlin angereist, der Stadt „mit vier Millionen Bekloppten“, die im Gegensatz zu Heitlingen noch nicht mal eine Einflugschneise hat. Das ist Schicksal.

Über die Ansichten des tiefenentspannten Satirikers zu den Merkwürdigkeiten des Lebens und der Welt haben sich am Freitagabend rund 190 Zuhörer im Pferdestall auf Gut Heitlingen amüsiert. Es war die zweite Veranstaltung in der Reihe Heitlinger Herbst.

„Erfrischend, aktuell und sehr amüsant“ lautete das Urteil einiger Besucherinnen. Das Thema VW durfte natürlich nicht fehlen. „Blühende Landschaften hat Kohl dem Osten versprochen. Da frage ich mich: Sieht das in Wolfsburg bald auch so aus?“ Heinrich wundert sich, dass alle sich wundern. Beispielsweise darüber, dass in den vollgestopften Flüchtlingslagern nichts Schlimmes passiert. „Da ist in Berlin mehr los. Oder stecken sie mal 1000 Schalke-Fans und 1000 Dortmund-Fans in eine Halle.“

Heinrich ist bissig, zuweilen boshaft, ohne zynisch zu werden, er beherrscht auch die feinen Töne. Und das nicht nur auf seiner umgebauten Gitarre, die mal ein Klapprad war. Damit klampft er ein Lied über die Schweiz - außen Käse, innen hohl -, um gleich darauf einen knallharten Anti-Rap hinzulegen. „Ihr seid aber schnell zu begeistern. Was macht ihr denn erst, wenn Helene Fischer kommt“, kommentiert Heinrich ironisch die Begeisterungsfähigkeit des Heitlinger Publikums.

Von Anke Lütjens

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