Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Keine heiße Spur bei Kirchenbrand

Auf der Horst Keine heiße Spur bei Kirchenbrand

Die fünfköpfige Ermittlungsgruppe zum Brand der Willehadi-Kirche kommt nicht vorwärts: Die Belohnung von 15 000 Euro hat nichts bewegt, Gespräche mit Anliegern gestalten sich schwierig. Rund zehn Hinweise liegen auf dem Tisch, aber daraus wird keine „heiße Spur“.

Voriger Artikel
Goldener Ring für Martin Kind
Nächster Artikel
Es bleibt wenig Zeit für die Arbeit am Kind

Die Willehadi-Kirche im Garbsener Stadtteil Auf der Horst ist am 30. Juli niedergebrannt.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Spuren, soweit vorhanden, sind ausgewertet. Die Gruppe hat sich mit Stadt, Sozialarbeitern, Quartiersmanagement, Präventionsrat kurzgeschlossen. „Wir stehen im ständigen Austausch“, sagt Ulrich Knappe, Leiter der Polizeiinspektion Garbsen. Die Ermittler überwachen, was sie gerichtlich abgesichert überwachen dürfen. „Wir haben aber kaum noch Hoffnung, dass sich noch jemand aus der Bevölkerung meldet“, sagt Knappe. Trotz der vielen positiven Initiativen im Stadtteil Auf der Horst habe sich das Aussageverhalten vieler Anlieger nicht verändert. „Es mangelt an Kooperationsbereitschaft, was auch immer die Gründe dafür sind“, sagt Polizeisprecherin Martina Stern. Eines allerdings verändert sich spürbar: Die Zahl der Sachbeschädigungen und Brandstiftungen, der Diebstähle, Körperverletzungen und Raubüberfälle geht seit dem Kirchenbrand im Vergleich zu den Vorjahren zurück. „Nach unseren Daten ist es im Stadtteil sehr sehr ruhig“, sagt Knappe. Ein möglicher Grund könne die erhöhte Polizeipräsenz sein.

Ganz am Anfang stehen Ermittlungen zum Einbruch in die Saturnringschule. Täter hatten am Wochenende im Verwaltungstrakt Chaos angerichtet, die Einrichtung beschädigt sowie Computer und Beamer gestohlen. „Ob sich aus den Spuren konkrete Ermittlungsansätze ergeben, können wir noch nicht sagen“, sagt PI-Leiter Ulrich Knappe. Die Polizei ist nicht sicher, was das Ziel der Einbrecher war: Die elektronischen Geräte oder der Vandalismus. „Darum können wir über ein Motiv nur spekulieren“, sagt Knappe. Parallelen zu einem Einbruch vor zwei Wochen in die Caroline-Herschel-Realschule am Planetenring sieht Knappe nicht: „Dort wurde kein solches Chaos angerichtet.“ Ob die Schule als Schule im Brennpunkt das Ziel der Einbrecher war oder ob das Ziel beliebig war, kann noch niemand sagen. „Es gab im Vorfeld jedenfalls weder an der Schule noch bei uns Hinweise auf Konflikte oder Drohungen“, sagt Knappe.

Projekt Paidaia: Die Polizei will das Jugendhilfeprojekt des Vereins Paidaia im Stadtteil Auf der Horst unterstützen. Die Entscheidung, ob der Bochumer Verein für Jugendsozialarbeit einen Zuschlag erhält, soll heute oder morgen fallen. „Alles, was helfen kann, die Situation zu entspannen, unterstützen wir“, sagt Knappe.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Willehadi-Kirche in Garbsen
Foto: „So schrecklich der Anlass ist – vielleicht  hat er am Ende etwas Gutes bewirkt“:  Prof. Günter Seeber (oben) leitet  für den Kirchenvorstand den Wiederaufbau der Willehadikirche.

Aufgeräumt sieht die Ruine der Willehadikirche in Garbsen aus. Jetzt, ein gutes halbes Jahr nach der Brandstiftung, sind die Trümmer endgültig weggeräumt - und der Garbsener Stadtteil Auf der Horst rückt zusammen.

mehr
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Markus Holz

doc6wcrvl2makxyh1hkj8x
Börse bringt Studenten und Firmen zusammen

Fotostrecke Garbsen: Börse bringt Studenten und Firmen zusammen

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr