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Kinder bewerten die Spielplätze in Osterwald

Garbsen Kinder bewerten die Spielplätze in Osterwald

24 Jungen und Mädchen aus Osterwald untersuchen und bewerten in den Osterferien die Spielplätze im Ort. Die Ergebnisse werden im Internet veröffentlicht und künftig ständig aktualisiert. So können sich auch die verantwortlichen Politiker auf dem Laufenden halten, was bei der Jugend angesagt ist.

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Daumen runter für die kleinen Tore: Finn (9, von links), Arndt (10) und Leon (9) spielen lieber Fußball als Hockey.

Quelle: Gerko Naumann

Osterwald. Wenn das mal kein schönes Programm für die Osterferien ist: Mit dem Fahrrad und zu Fuß haben die Kinder aus Osterwald die 14 Spielplätze in ihrem Ort abgeklappert. Das Ziel der Aktion, die sich Kids Spot nennt, erklärt Sozialpädagogin Evelyn Körting von der Mobilen Jugendarbeit der Stadt Garbsen: "Die Kinder sind die Experten. Sie sollen untersuchen, was ihnen auf den Spielplätzen gut gefällt und was fehlt oder kaputt ist." Dazu machen die jungen Stadtteilforscher Fotos und Videos von den Geräten mit dem Ipad. Anschließend bekommt jeder Spielplatz eine Bewertung - zwischen einem Stern (sehr schlecht) und fünf Sternen (besonders gut).

Begleitet wird das Projekt von der Cluster Sozialagentur aus Hildesheim. Deren Mitarbeiter Gregor Küttner will den Jugendlichen helfen, die Ergebnisse anschließend zu veröffentlichen. Und zwar nicht mehr auf Papier, wie in der Vergangenheit, als das Projekt noch Stadtteilforscher hieß. "Wir gestalten einen interaktiven Stadtplan im Internet", sagt der Sozialpädagoge. Darauf sind dann alle Spielplätze im ganzen Stadtgebiet verzeichnet, außerdem Jugendtreffs, Hilfeeinrichtungen und andere Orte, die für Kinder und Jugendliche interessant sind. Die können sich wiederum auf der Internetseite www.kidsspot-garbsen.de registrieren und den Plan immer auf den neusten Stand bringen. 

So haben die Jugendlichen immer im Blick, welche Plätze ihnen Altersgenossen empfehlen oder wovon sie abraten, sagt Erzieher Jens Beichel. Die Karte hat aber noch einen anderen Vorteil: "Auch die Politiker aus dem Rat und den Ortsräten sehen auf den ersten Blick, wo Handlungsbedarf besteht." So können die Verantwortlichen vermeiden, dass sie an den Vorlieben und Interessen der Kinder vorbeiplanen - und die Jungen und Mädchen selbset beteiligen sich nebenbei aktiv an der Garbsener Politik, sagt der Stadtmitarbeiter. Osterwald ist auf dem Weg zu dieser Karte erst der Anfang, ähnliche Projekte sollen in allen anderen Stadtteilen Garbsens folgen.

Info: Die Ergebnisse der Kinder und Jugendlichen aus Osterwald werden am Freitagnachmittag bei einer Präsentation vorgestellt, zu der jeder kommen kann. Sie beginnt um 17 Uhr in der Grundschule Osterwald an Robert-Koch-Straße 110. Künftig wollen die jungen Stadtteil-Reporter ihre Ergebnisse regelmäßig im Internet unter www.kidsspot-garbsen.de veröffentlichen. Die Seite befindet sich noch im Aufbau. 

Tore sind für Fußball zu klein

Bis vor Kurzem standen auf einer asphaltierten Fläche auf dem Spielplatz an der Robert-Koch-Straße noch große Fußballtore. Die Stadt hat sie nun gegen deutlich kleinere Hockeytore ausgetauscht. Keine gute Idee, finden der zehnjährige Arndt und seine Freunde. "Hier konnte man gut Fußball spielen, das geht jetzt nicht mehr", sagt der Schüler. Deshalb lautet das Urteil der Jungen: Daumen runter.

Mit dem BMX über die Hügel

Der zehnjährige Felix verbringt seine Freizeit am liebsten mit seinen Freunden auf den BMX-Hügeln des Spielplatzes. "Wenn man genug Anlauf nimmt, kann man sogar kurz durch die Luft schweben", schwärmt er. Entsprechend gut fällt seine Wertung aus: "Ich würde dem Spielplatz wegen der tollen BMX-Bahn viereinhalb von fünf Sternen geben." 

Bagger ist ein "cooles Gerät"

Mit einem Ipad fotografieren die elfjährige Laura und ihre ein Jahr ältere Freundin Elenie jedes Spielgerät. Natürlich müssen die Mädchen diese dazu auch ausprobieren. Besonders angetan hat es ihnen der Bagger, der sich gleichzeitig dreht und Sand wegschaufelt. "Das ist ein cooles Gerät", sagt Laura. Und Eleni ergänzt: "Es ist eher für Jüngere geeignet. Aber auch für Ältere, die Blödsinn im Kopf haben."

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Fotostrecke Garbsen: Kinder bewerten die Spielplätze in Osterwald

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Von Gerko Naumann

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