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Sommer am Blauen See: Für Kinder wieder frei

Garbsen Sommer am Blauen See: Für Kinder wieder frei

Es ist eine Erfolgsstory: die Idee des freien Eintritts für Garbsener Kinder am Blauen See in den Sommerferien. Im vergangenen Jahr sind genau die bereit gestellten 10.000 Euro verbraucht worden. Die Verwaltung schlägt vor, diesen Betrag wieder in den Haushalt einzustellen und die Möglichkeit einer Anhebung - bei steigender Nachfrage - ins Auge zu fassen.

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Vor allem an warmen Tagen besuchten im vergangenen Sommer viele Kinder den Blauen See.

Quelle: Hartung

Altgarbsen/Schloß Ricklingen. Nicht alle Skeptiker sind überzeugt, aber es gibt niemandem in den Fraktionen, der sich dem Angebot verweigern will. Urheber der Idee sind die Grünen: Sie beantragten im April 2015, dem Betreiber des Blauen Sees zwei Euro Eintritt pro Kind zu erstatten, um die freibadlose Zeit, von der immer noch niemand weiß, wie lange sie dauern wird, ein wenig angenehmer zu machen. Das Angebot beschränkt sich auf Garbsener Kinder und Schulkinder.

Das Geld sollte aus dem Topf der entfallenden Betriebskosten für ein Freibad genommen werden, schlugen die Grünen vor. Sollten die 10.000 Euro nicht reichen, wurde der Verwaltungsausschuss ermächtigt, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Der Rat der Stadt beschloss bei einer Gegenstimme, bei Enthaltung der gesamten SPD-Fraktion und einer weiteren Enthaltung, den Vertrag mit dem Betreiber des Blauen Sees abzuschließen und das Geld zur Verfügung zu stellen.

Das anfangs befürchtete Transportproblem scheint auch keine Rolle mehr zu spielen: Bestandteil des Antrags von 2015 war es noch, die Busverbindungen zum Blauen See zu prüfen und möglichst zu optimieren. Das hat sich als vorerst unmöglich erwiesen: Die grob geschätzten Kosten hätten bei mehr als 115.000 Euro gelegen, sofern die Region Hannover überhaupt zugestimmt hätte. Klagen über eine schlechte Anbindung gab es im vergangenen Jahr von Eltern oder Kindern offenbar nicht. Im neuen Beschlussvorschlag wird die Frage der Busanbindung nicht mehr thematisiert.

Genaue und repräsentative Zahlen gibt es nicht, aber der Betreiber des Blauen Sees schätzt den Zuwachs als hoch ein. Das Angebot sei von Kindern aus allen Stadtteilen angenommen worden, überwiegend von den angrenzenden Stadtteilen Altgarbsen, Auf der Horst, Garbsen-Mitte, Havelse und Schloß Ricklingen, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Zusammenarbeit zwischen Betreiber und Stadt sei "vollkommen problemlos" verlaufen.

Alle Fraktionen haben bei der Beratung in den Ausschüssen zugestimmt, auch die SPD-Fraktion. Gudrun Roggenkamp sagte im Kulturausschuss, die SPD werde das Angebot so lange unterstützen, bis es wieder ein Freibad in Garbsen gebe. Skeptiker geblieben ist Jens Holger Göttner. Er enthielt sich im Finanzausschuss der Stimme, da er das Vorhaben nicht behindern wollte, obwohl er es für sinnlos hält. Er glaube nicht, dass der freie Eintritt die Kinder zum Blauen See locke, sondern die warmen Temperaturen seien der Grund.

Der Rat der Stadt entscheidet am Montag, 3. April, ab 18.15 Uhr im Ratssaal auch über diese Vorlage.

Kinder kommen aus allen Stadtteilen

Das Angebot des freien Eintritts wurde im vergangenen Jahr so rege nachgefragt, dass genau die 10.000 Euro verbraucht wurden. Dazu waren nur die warmen Tage nötig. Sobald badefreundliches Wetter herrschte, war der Andrang so groß, dass der Betreiber weiteres Personal einstellen musste - auch weil die Kinder nach wenigen Tagen annahmen, sie könnten ohne weitere Überprüfung auf das Gelände marschieren. Die Kinder sind nach Darlegung in der Beschlussvorlage aus allen Stadtteilen gekommen. Das Problem des Nachweises wurde unbürokratisch gelöst. Anfangs war ein Personalausweis oder Schülerausweis gefordert worden. Grundschüler besitzen jedoch in der Regel keinen Schulausweis, und so wurde die Bescheinigung der Schule als geeigneter Nachweis eingeführt.

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