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Kirche ist offen für Krippenbetrieb

Verhandlung über Neubau Kirche ist offen für Krippenbetrieb

Die Stadt scheint bei ihrer Suche nach einem Krippenpartner in Horst ein gutes Stück vorangekommen zu sein: Die Kirchengemeinde wäre bereit, als Träger einzuspringen, obwohl sie ab 2013 rund 25.000 Euro pro Jahr einsparen muss.

Horst. Nach den Prognosen der Stadt werden Eltern von etwa zehn bis 15 Kindern ab 2013 ihren Rechtsanspruch auf eine Betreuung der Ein- bis Dreijährigen nutzen. Das ist die Größe einer Gruppe. Die Stadt sucht deshalb schon seit Längerem nach einem Standort. Eine Erweiterung des Kindergartens im Stühe sei zu aufwendig.

Die Kirche steht jetzt als Partner bereit. „Wir haben die Idee, neben dem alten Pfarrhaus einen Krippenbau zu errichten. Derzeit holen wir Kostenvoranschläge ein“, sagte Pastor Wolfgang Dressel am Mittwochabend. Sobald genauere Zahlen vorliegen, soll mit der Stadt weiter verhandelt werden.

Das Interesse der Gemeinde ist erklärbar, auch wenn kritische Stimmen davor warnen, sich in Zeiten des Sparens auf einem neuen Feld zu engagieren. Aber so neu ist das Feld nicht: Die Gemeinde bietet seit vielen Jahren und erfolgreich einen Babytreff, einen Spielkreis für Kleinkinder und Eltern-Kind-Gruppen an. Dressel sieht das Engagement für die Kleinkinder als Teil eines lebendigen Gemeindelebens.

Beschlossen ist die konfessionelle Krippe noch nicht. Beschlossen ist aber, dass die Gemeinde ab 2013 weniger Geld haben wird: 25.000 Euro muss sie in ihrem Jahresetat gegenüber 2011 einsparen oder zusätzlich selbst aufbringen. Während eines Informationsabends am Mittwoch haben die 15 Teilnehmer versucht, neue Wege zu finden. Sparpotenzial sehen einige einzig beim Gemeindebrief. Alles andere – die volle Pastoren- und Diakonenstelle, die Küsterstunden, die Pfarrsekretärin – seien unverzichtbar. Woher aber soll das Geld kommen? Dem Versuch des Stadtkirchenverbandes, Profilgemeinden etwa für Jugend-, Senioren- oder die diakonische Arbeit zu bilden, Gemeinden zusammenzulegen und Personal optimaler zu verteilen, erteilten die Diskussionsteilnehmer eine klare Absage. Kirche mit all ihren Angeboten müsse im Dorf bleiben, hieß es. Für dieses Ziel lohne es sich, mehr Aufgaben, etwa Frauen- oder Männerkreis, auf mehr Ehrenamtliche zu verteilen.

Markus Holz

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