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Hilfe für die Barockkirche ist preiswürdig

Schloß Ricklingen/Hannover Hilfe für die Barockkirche ist preiswürdig

Der monatelange Einsatz der Schloß Ricklinger für ihre Kirche ist am Sonnabend mit dem Fundraising-Preis der Landeskirche für das beste Konzept ausgezeichnet worden. 21 Projekte hatten sich um einen Preis in einer der drei Kategorien beworben.

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Pastorin Susanne Sander (3. von rechts) und ihr Team bei der Preisübergabe

Quelle: Christina Günther

Schloß Ricklingen. „Rette mich, wer kann“  - so heißt die Aktion, mit der es der Kirchengemeinde Schloß Ricklingen bisher gelungen ist, innerhalb von zehn Monaten 100.000 Euro an Spenden sowie Eigenleistungen für die Renovierung der 323 Jahre alten Barockkirche aufzubringen. "Unser Projekt wuchs immer weiter an, weil der Sanierungsbedarf immer größer wurde. Uns war klar, dass wir einen Marathon laufen mit unserem Fundraising und keinen Sprint", sagte Pastorin Susanne Sander bei der Preisverleihung. Wichtig sei es gewesen, als Team miteinander unterwegs zu sein und immer neue Ideen zu entwickeln. "Es braucht gegenseitige Ermutigung, um immer wieder offensiv auf Menschen zuzugehen und sie für das eigene Anliegen zu begeistern", sagte Sander.

In der Kirche hatte eigentlich "nur" die Heizungsanlage ausgewechselt werden sollen. Was bei Untersuchungen und den Handwerksarbeiten zum Vorschein kam, überstieg ab 2014 die Befürchtungen aller: Die Elektrik war marode, Holzgestühl von Würmern zerfressen, Feuchtigkeit hatte den Wänden mehr als erwartet zugesetzt, unter dem Steinboden sammelte sich Feuchtigkeit und auf den Stuckarbeiten und Deckengemälden lag Schimmel, weil die Heizung der Feuchtigkeit nicht mehr Herr wurde - ein Kreislauf, den die Gemeinde notgedrungen durchbrechen musste. Gegen Ende der wichtigsten Sanierungen fiel noch Stuck von der Decke des Turmraumes, weil Maueranker durchgerostet waren. Eine schlechte Nachricht hatte über Monate die nächste gejagt. Der Gemeindeetat hätte für all das nicht ausgereicht. Rund 310. 000 Euro stecken bis jetzt in der Sanierung. Weitere 40.000 Euro werden benötigt, um bis 2017 die Westempore und den Turmraum zu reparieren.

Unter den vielen Fundraising-Aktivitäten der Kirchengemeinde waren Benefizkonzerte, die Ausstellung von Patenbriefen und ein Sponsorenlauf, an dem 100 Kinder im Grundschulalter teilgenahmen. "Ohne das richtige Team kann ein Projekt nicht erfolgreich sein. Und wir hatten tatkräftige Unterstützung durch die Lehrerinnen und Erzieherinnen aus der Kita, sodass wir auch dem schlechten Wetter trotzen konnten", erzählte Vitus Benson (19), der den Lauf organisiert hatte. Die positiven Erfahrungen, die die Kirchengemeinde auch mit Stiftungen und anderen Geldgebern gemacht hat, "werden uns in Zukunft sehr nützlich sein", sagte Stefanie Mertsch, Vorsitzende des Kirchenvorstandes und zuständig für die Finanzen der Gemeinde.

2018 feiert die Gemeinde das 325-jährige Bestehen des Gotteshauses. Bis dahin sollen alle Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. "Ich wünsche mir, dass viele Menschen in unserer Kirche einen Ort der Ruhe finden und sich von Gott begeistern lassen", wünscht sich Susanne Sander.

Unter dem Motto "Die Mischung macht's" trafen sich am vergangenen Sonnabend mehr als 200 Fachbesucher beim zweiten Fundraising-Festival, das die Landeskirche Hannovers im Stephansstift in Hannover veranstaltete. Höhepunkt waren die Preisverleihungen. Ausgezeichnet wurden auch die Paulz-Stiftung aus Buxtehude, die Matthäus-Kirchengemeinde in Lehrte und die Kirchengemeinde Lachendorf (Landkreis Celle). Die Preise, die in den Kategorien Konzeption, Kreativität und Nachhaltigkeit vergeben wurden, waren mit jeweils mit 2.500 Euro dotiert. Insgesamt hatten sich 21 Projekte um die Auszeichnung beworben, die zum sechsten Mal vergeben wurde. Die Landeskirche hat in den vergangenen zwölf Jahren mehr als 500 ehrenamtliche und berufliche Mitarbeitende im Sammeln von Spenden ausgebildet. In mehr als 20 Kirchenkreisen begleitet Fachpersonal die Arbeit der Gemeinden, Stiftungen und Fördervereine.

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Von Redakteur Markus Holz

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