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Unruhe um den Ruhewald

Garbsen / Schloß Ricklingen Unruhe um den Ruhewald

Gegen das Ruhewald-Projekt der Garbsener Humanisten gibt es anhaltenden Widerstand von kommunalpolitischer Seite. Bedenklich ist für die Kritiker, dass der Ruhewald gemeinsam mit dem städtischen Friedhof am Lönsweg betrieben werden soll.

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In der Verlängerung des städtischen Friedhofs am Lönsweg in Schloß Ricklingen würden die Humanisten gern einen Waldfriedhof eröffnen. Es gibt Gegenwind.f

Quelle: Bernd Riedel

Schloß Ricklingen. Das Angebot des Humanistischen Verbandes, den Friedhof von der Stadt zu übernehmen und um einen Ruheforst zu erweitern, liegt seit Ende Februar auf dem Tisch. Noch ist keine Einigung in Sicht. Die Humanisten sind enttäuscht, dass ihr Angebot auf die lange Bank geschoben wird. Karl-Otto Eckartsberg, Ratsherr der Grünen im alten Rat, nicht mehr im neuen, und Vorsitzender der Garbsener Humanisten, sieht in Teilen der Politik eine "Blockier- und Hinhaltetaktik" am Werk.

Jetzt wird es wohl noch etwas dauern: Die Kirchengemeinde Schloß Ricklingen hat als Mitbewerber um den Betrieb des städtischen Friedhofs offiziell ihren Hut in den Ring geworfen. "Wir haben mit dem Kirchenamt in Wunstorf und mit der Landeskirche Rücksprache gehalten", sagt Pastorin Susanne Sander. Die Wirtschaftlichkeitsprüfung - Wirtschaftlichkeit ist eine Voraussetzung für die Übernahme - sei in Gang gesetzt. Ein Kirchenamtsvertreter werde mit der Stadtverwaltung Kontakt aufnehmen.

Sander stellte im Ortsrat Horst, wo das Thema zum zweiten Mal auf den Tisch kam, die Frage, ob die Angehörigen der dort Bestatten einbezogen und/oder informiert werden. Die Verwaltung sei in der Sache noch gar nicht tätig geworden, sagte Bürgermeister Christian Grahl, es müsse erst einen Auftrag des Rates geben. 

Auf Antrag der CDU, unterschrieben auch vom Schloß Ricklinger Kommunalpolitiker Eckhard Peters, empfiehlt der Ortsrat: Der Bürgermeister Sondierungsgespräche führen - mit den Humanisten und der Kirchengemeinde. Erst danach soll die Verwaltung dem Rat einen neuen Beschlussvorschlag vorlegen. Aus dem Ortsrat kam der Wunsch, die beiden Bewerber könnten selbst zu Wort kommen und ihre Konzepte im Ortsrat vorstellen.

Willi Thiele (SPD, Schloß Ricklingen) führt die Reihen der Kritiker an: Es gebe ausreichend Flächen für Bestattungen. Manche Friedhöfe seien nicht ausgelastet. Der Ruheforst bringe mehr Verkehr ins Dorf. "Ist es sinnvoll, einen kommunalen Friedhof in private Hände zu geben?", fragte Wolfgang Steinberg (fraktionslos). "Ich meine, ein Friedhof ist kein Gut, das man einfach verkaufen kann", sagte Björn Tegtmeier (CDU).

Die Humanisten wollen beim Ideenmarkt am Sonntag, 25. September, für ihre Idee eines Ruhewaldes werben.

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