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Umweltschutz ist keine Glaubensfrage

Garbsen Umweltschutz ist keine Glaubensfrage

Die Kirchengemeinden Alt-Garbsen, Versöhnungskirche Havelse und Willehadi sind für ihr Engagement im Umweltschutz ausgezeichnet worden. Als zweiter Gemeindeverbund der Region sind sie mit dem Zertifikat "Zukunft einkaufen" der Landeskirche geehrt worden.

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Das "Beschaffungsteam" der drei Kirchengemeinden bekam von Sonia Erdmann (rechts), Klimaschutzbeauftragte des Hauses kirchlicher Dienste, das Zertifikat "Zukunft einkaufen" überreicht. Von links: Beatrix Kania, Küsterin von Willehadi, Andrea Spremberg, Diakonin in Alt-Garbsen, Ina Weiland, Sekretärin von Alt-Garbsen, Rebecca Neumann, ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Willehadi, und Petra Benke, Küsterin der Versöhnungskirche.

Quelle: Benjamin Behrens

Auf der Horst. Am vergangenen Sonntag haben die drei Garbsener Gemeinden das Zertifikat der Aktion "Zukunft einkaufen" verliehen bekommen. Die Kirchengemeinden Alt-Garbsen, Versöhnungskirche Havelse und die Willehadigemeinde sind damit der zweite Gemeindeverbund der Region Hannover - nach der Gemeinde Hannover-Linden - der nach dem nachhaltigen Einkaufsprinzip zertifiziert ist. Die Landeskirche Hannover unterstützt die Aktion auch finanziell, jede der drei Gemeinden erhält 1000 Euro - als Startkapital für den Umstellungsprozess.

Vor etwas über einem Jahr kamen Sonia Erdmann, Klimaschutzmanagerin und Umweltreferentin vom Haus kirchlicher Dienste, und Andrea Spremberg, Diakonin in Alt-Garbsen, bei einem Seminar in Kontakt. Der Denkanstoß des Seminars, dass Kirchen so viele Menschen wie kaum eine Institution erreiche und gleichzeitig selbst umweltgerecht wirtschaften müsse, hat die Diakonin dazu gebracht, in der eigenen Gemeinde anzufangen.

"Jährlich kauft die Kirche Waren und Dienstleistungen für bis zu 80 Milliarden Euro, das macht sie nach der öffentlichen Hand zum zweitgrößten Konsumenten", sagt Erdmann. Genau da setzt der wichtigste Aspekt des zertifizierten Projekts an: Umstellung des Einkaufs. Organisator dahinter ist das achtköpfige "Beschaffungsteam" der Gemeinden. Gemeinsam haben sie viel geändert. Seit Januar wird etwa grundsätzlich Mehrweggeschirr verwendet. Andere Änderungen sind jüngeren Datums, wie die Umstellung auf biologisch abbaubare Reiniger. Bis 2019 haben die Gemeinden Zeit, ihr erarbeitetes Konzept in Gänze umzusetzen. "Ganz abgeschlossen ist es nie - es ist ein Prozess", sagt Andrea Spremberg. 

Die Aktion läuft bundesweit, Kirchengemeinden sollen so angeregt werden, nachhaltiger zu wirtschaften und damit zum Umweltschutz beizutragen. "Kirche ist in besonderer Weise gefordert: Christen tragen Verantwortung für Gottes Schöpfung", sagt Erdmann. Sie hat nicht nur während des Erntedank-Gottesdienstes die Zertifikate verliehen - ihrer Beratung ist es auch mit zu verdanken, dass die drei Garbsener Kirchengemeinden sich dafür qualifiziert haben.

Von Benjamin Behrens

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