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Kleingarten? Das ist wie Urlaub

Garbsen Kleingarten? Das ist wie Urlaub

Gestutzte Hecken, geharkte Wege, schmucke Lauben, blühende Frühlingsboten und zarte Gemüsepflänzchen: Die Gartenkolonie des Kleingartenvereins Berenbostel macht Lust auf den Sommer. Doch am Sonntag begrüßten die Mitglieder mit einem zünftigen Frühstück erst einmal den Frühling.

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Resi Teichmann schneidet die Hecke.

Quelle: Lütjens

Berenbostel. Neben der Gartenarbeit wird im Verein die Geselligkeit groß geschrieben. Dazu gehören auch die Radtour mit anschließendem Erbseneintopf und Live-Musik an Himmelfahrt, das Sommerfest mit Musik und Tombola, das Abgrillen zu Erntedank, das Wurstessen im November und die Weihnachtsfeier. "Der Zusammenhalt spielt bei uns eine große Rolle", sagt Vorsitzender Manfred Koeck. Die Mitglieder kommen aus neun Nationen und verstehen sich prächtig, sagt Koeck.

Der Verein weist eine Tradition auf, er besteht seit 63 Jahren. Als in den fünfziger und sechziger Jahren in Berenbostel viele Mietshäuser hochgezogen wurden, sehnten sich die Bewohner nach Gärten. Sie wollten ihr eigenes Gemüse ernten und Spielflächen für die Kinder haben.

Kleingärtner Siegfried Bittner hat seinen Garten schon von Beginn an. Irmtraud Wege gibt ihren jetzt nach 43 Jahren aus Altersgründen ab. Seit 40 Jahren bewirtschaftet Hilde Grote ihren Garten. "Dadurch habe ich ein Ziel und sitze nicht allein auf dem Balkon. Außerdem ist immer jemand zum Klönen da", sagt sie. Der Kleingarten, das sei wie Urlaub, meint Hiltrud Wlodarczyk. Auch die Betätigung an der frischen Luft sei eine Wohltat.

Alle 61 Gärten sind verpachtet, alle haben eine Laube. Die Nachfrage ist groß, vier Familien stehen auf der Warteliste. "Fast jede Woche bekomme ich Anrufe von Interessenten", sagt der Vereinsvorsitzende. Er hat das Amt seit acht Jahren inne. Im vorigen Jahr hat eine Familie mit Zwillingen einen Garten bekommen. Der Papa baut gerade einen Sandkasten.

Die Parzellen sind 400 bis 450 Quadratmeter groß. Die Pacht kostet 100 bis 120 Euro im Jahr plus Nebenkosten. Der Jahresbeitrag an den Verein liegt bei 40 Euro pro Mitglied. Aus diesem Grund fließt der Reinerlös aus den Festen in die Vereinskasse, um Geld für gemeinschaftliche Projekt zu haben. "Allein die Anlage der Wege hat schon 12000 Euro gekostet", sagt Koeck. Jedes Mitglied muss zwölf Arbeitsstunden im Jahr für den Verein leisten.

Das Kleingartengesetz sieht vor, dass auf einem Drittel der Fläche angebaut werden muss. Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Salat, Rote Beete, Zucchini, Kürbis, aber auch Erdbeeren, Äpfel oder Pflaumen werden übers Jahr geerntet. Dazu gibt es jede Menge bunter Blumen. In der Gartenordnung ist festgelegt, was angebaut werden darf. Außerdem sind Ordnung und Sauberkeit den Mitgliedern wichtig. Einmal im Jahr begutachtet der Vorstand die Gärten. "Einmal haben wir Hanfpflanzen entdeckt", erinnern sich einige Kleingärtner und lachen. Das sei aber nie wieder vorgekommen.

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