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Kürzungen sollen nicht das Aus für die Jugendwerkstätten bedeuten

Ministerium sieht Alternativen Kürzungen sollen nicht das Aus für die Jugendwerkstätten bedeuten

Das Bundesarbeitsministerium sieht Möglichkeiten, die Jugendwerkstätten auch nach der geplanten Reform der Förderung zu erhalten. Das Jobcenter bleibt indes skeptisch.

Berenbostel/Burgdorf. Das Bundesarbeitsministerium hat versucht, den niedersächsischen Jugendwerkstätten ihre Existenzängste zu nehmen. Auch die evangelische Einrichtung in Berenbostel sieht sich vor dem Aus, weil das Jobcenter ab dem nächsten Frühjahr deutlich weniger Geld überweisen soll, wenn Jugendliche mit Problemen betreut werden.

„Nach einer ersten Prüfung durch das Ministerium können die Jobcenter die Werkstätten auch nach der Neuregelung existenzsichernd fördern“, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums von Ursula von der Leyen (CDU). Es gebe eine Vielzahl alternativer Wege, die Finanzierung auf andere, tragfähigere Füße zu stellen, sagte eine Sprecherin und verwies auf funktionierende Modelle in anderen Bundesländern.

Beim Jobcenter in der Region Hannover bleibt die Skepsis aber groß, ob dies ohne große Abstriche hinzubekommen sei. „Wir schätzen die Arbeit der Jugendwerkstätten und suchen nach Lösungen“, sagte dessen Sprecherin. Bisher zahlt das Jobcenter für jeden betreuten Jugendlichen 450 Euro pro Monat aus dem Topf für Arbeitsgelegenheiten. Ab dem 1. April 2012 sollen es aus Spargründen nur noch 150 Euro sein.

Der Burgdorfer Bürgermeister Alfred Baxmann will gegen die Neuregelung eine gemeinsame Front der Regionskommunen aufbauen. „Wir werden die Bürgermeister in der Region sowie die Bundes- und Landtagsabgeordneten anschreiben“, versprach der Bürgermeister bei einem Besuch in der Burgdorfer Jugendwerkstatt. „Ohne über die Folgen nachzudenken, wird hier ein erfolgreiches Modell aufs Spiel gesetzt“, kritisierte Baxmann.

Sein Garbsener Amtskollege Alexander Heuer hatte bereits die Bundestagsabgeordnete Caren Marks (SPD) und den Städtetag alarmiert. Der Verband hatte bereits im April beim Ministerium gegen die geplanten Kürzungen protestiert. Auch die SPD-Bundestagsfraktion lehne den Gesetzentwurf ab und habe andere Vorstellungen formuliert, teilte Marks mit. Sie hat die Berenbosteler Jugendwerkstatt am 13. Juli auch selbst besucht. Das Gesetz soll im Herbst beschlossen werden.

Anette Wulf-Dettmer und Sven Sokoll

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