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Humphries und Jackson unter einer Kuppel

Garbsen Humphries und Jackson unter einer Kuppel

Größer konnte der Kontrast am Montagabend kaum sein: Das Akkordeon-Orchester Osterwald trifft auf die Pop-Formation der Musikschullehrer aus Garbsen - Charthits nach den Evergreens. Aber auch das funktioniert im Kulturzelt Garbsen.

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Kontraste im Kulturzelt: Das Akkordeon-Orchester Osterwald und die Good Company der Musikschule Garbsen mit Phillip Mandel am Mikrofon. 

Quelle: Markus Holz

Garbsen-Mitte. Musikalisch lagen die beiden Formationen gar nicht so weit auseinander: Die Akkordeonisten gingen mit Melodien auf die Bühne, die die Schlager- und  Operettenfreunde vor 50 Jahren im Radio rauf- und runtergespielt haben. Die Good Company der Musikschullehrer intonierte aktuelle Hits. Beide setzten auf Publikumslieblinge, nur dass das Publikum ein extrem unterschiedliches hätte sein müssen, weil zwischen beiden Formationen klangliche Welten lagen. Wer immer den Konzertabend so arrangiert hat, wird sich etwas dabei gedacht haben. Ausrichter Dirk Ihle: "Das ist Kultur. Man muss neugierig und offen sein."

Spannend war der Wechsel vom Osterwalder Orchester zu Bass, E-Piano, Drums und Popgesang. Würde das ohnehin schon kleine Publikum bleiben? Werden Freunde so spezieller Musik wie Akkordeonklängen Neugier entwickeln für die Musik dieser vier Kerle?

Svitlana Zinndorf und ihre 16 Akkordeonisten hatten die Zuhörer eine knappe Stunde gefühlvoll eingestimmt mit Les Humphries, Adriano Celentano und Édith Piafs "Sous le ciel de Paris". Das sind die Klassiker des Orchesters, die Lieblingsstücke der Fans und die beste Einstimmung auf das Jahreskonzert am 22. Oktober in der Aula am Planetenring.

Mama Lou und Mexico auf schwarzen und weißen Tasten vor der Pause, reizend moderiert von Lina Herrmann - Steve Wonder und Michael Jackson der vierköpfigen Lehrerband nach der Pause - ebenso symphatisch moderiert von Schlagzeuger Sebastian Schulz. Er hatte die erste Hälfte belauscht. "Ihr habt doch eben mitgeklatscht - das machen wir jetzt wieder", sagt er voller Charme und hatte die Brücke gebaut. Klatschen, wiedererkennen jener Songs, die das Radio gegenwärtig spielt, genießen und mitgehen - es funktionierte.

Good Company lieferten keine perfekte Bühnenperformance, aber ein ausgesprochen stimmiges, klanglich herausragendes kleines Konzert. Maßgeblicher Erfolgsgarant: Das symphatische Miteinander der vier Musiker und Sänger Phillip Mandel. Hut, Tattoos, schwarzer Rauschebart, aber weiche Stimme. Mandel und Schulz, David Kölling (Piano) und Sebastian Bauer (Bass) fesselten nicht alle. Aber sie haben sich am Montag bei ihrem zweiten öffentlichen Auftritt überhaupt eine Reihe ganz neuer Fans geschaffen. Vor allem in der letzten Reihe unter den Akkordeon-Spielerinnen, die stehend applaudierten und den Spannungsbogen dieses Abends bis zum Ende auskosteten. Das ist Kultur.

Kulturzelt am Mittwoch und Donnerstag

Es geht weiter im Programm: Sex, Lügen & Lippenstifte! In dieser fulminanten Solo-Show rechnet Cavemomen Heike, alias Ramona Krönke, mit den selbsternannten "Herren der Schöpfung" ab - ein Abend nicht nur für Frauen. Es gibt noch Restkarten. Am Donnerstagnachmittag folgt der öffentliche Tanzsalon im Kulturzelt (15-18 Uhr, Eintritt frei). Am Abend besetzt der politische Kabarettist Frank Lüdecke die Bühne (ab 20 Uhr). Auch dafür sind noch Karten zu bekommen.

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