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Kulturzelt in Garbsen - das Programm

Garbsen Kulturzelt in Garbsen - das Programm

Das Kulturzelt kommt nach Garbsen, und das ist die Idee: in die Städte der Region ziehen, Kulturmachern eine Bühne geben, Publikum unterhalten - und das möglichst vielfältig. So soll das werden ab dem 7. September am Rathausplatz - ein Überblick übers Programm und ein Gespräch mit den Machern.

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Soneros de Verdad: Musik aus Kuba im Stil des Buena Vista Social Club zur Eröffnung des Kulturzeltes am 7. September.

Quelle: privat

Garbsen. Das Kulturzelt der Initiative Pavillon aus Hannover wird im September zehn Tage lang in Garbsen stehen, und es wird voller lokaler und internationaler Überraschungen stecken. Es ist eine Premiere, es ist insofern auch ein Experiment auf dem Boden Garbsen. Fast alle Kommunen hatten das Kulturzelt in den vergangenen Jahren schon zu Gast. Garbsen haben sich die Manager Dirk Ihle und Fettah Diouri nicht gerade aufgehoben bis zum Schluss ihrer Tournee. Es passte nur immer nicht, solange Garbsen die Kulturtage hatte. Seitdem es dieses 14-tägige Kulturfestival nicht mehr gibt, ist Raum und Platz für Neues wie die Kultour oder eben das Kulturzelt.

Zelt bedeutet: Zirkuskuppel, 22 Meter im Durchmesser, zwei Masten, 350 Plätze auf Stühlen in der "Manege", nicht auf Tribünen. Eine flexible Bühne, professionelle Technik, Catering- und Aktionspavillons drumherum.  Alle Kulturtreibenden in Garbsen waren eingeladen, sich zu beteiligen. Sie sind die Hauptakteure. Daneben bespielen Künstler aus Hannover, Köln und anderen Teilen der Republik die Bühne auf dem Schotterparkplatz am Rathaus.

Das ganze Programm in der Übersicht:

Donnerstag, 7. September: Eröffnung ab 19 Uhr mit dem großen Trommelwirbel von Kindern und Jugendlichen vieler Garbsener Schulen, den Artisten von TTA und dem Querflöten-Ensemble der Musikschule.

7. September, 20 Uhr: Kubanische Musik mit Soneros de Verdad in der Tradition des Buena Vista Social Club ab 20 Uhr, 18 Euro, ermäßigt 15 Euro. Gewinnen Sie: HAZ/NP Garbsen verlosen dreimal zwei Karten für das Eröffnungskonzert. Bitte werfen Sie in den kommenden Tagen einen Blick in Ihre Lokalausgabe.

Freitag, 8. September, 9 Uhr: Theater für Kinder ab drei Jahren mit dem Klecks-Theater Hannover. Therese Thomaschke und Regina Wagner geben "Wo ist mein Bär?". Es geht um eine Spieldose, eine tanzende traurige Puppe, einen Teddy und eine ganz große Reise um die Welt. Einzel-, Gruppen- und Klassenanmeldung über die Stadt Garbsen per E-Mail an kulturzelt@garbsen.de.

20 Uhr: SALT. Ein Klassiker für Freunde des Jazz und der starken Stimme von Myra Maud, begleitet von "Dr. Hammond-Orgel" Lutz Krajenski. Zusammen sind sie das Duo SALT. Eintritt 18, ermäßigt 15 Euro. Wer dabei sein will, sollte rechtzeitig den Vorverkauf nutzen.

Sonnabend, 9. September, 16 Uhr: Ein Nachmittag, drei Bands aus der Region, eine Session: Beim Triple Acoustic Projekt stehen die Musiker von Oversize (Speed-Pop), Odd'n Sane (Pure Rock) und The Comets of Doom (Heavy alternative metal) auf der Bühne - es wird laut, ausgelassen, leidenschaftlich. Eintritt 8, ermäßigt 6 Euro.

20 Uhr: Nessi Tausendschön und William Mackenzie. Die Kölner Diva präsentiert Kabarett, Musik, Politik und Zeitgeistiges in einer unverwechselbaren Art, nämlich schrill, laut und leidenschaftlich. Eintritt 18, ermäßigt 15 Euro.

Sonntag, 10. September, 10 Uhr: Zelt-Ökumene. Gottesdienst der Garbsener Kirchengemeinden zum Thema "Euer Leben ist ein Fest".

ab 14 Uhr: Großer Familientag zum Mitmachen und Mitlachen. 18 Akteure aus Garbsen laden ein zur Pflanzentauschbörse, zum Tanzen, Basteln, Malen und vielem mehr. Wir stellen Ihnen das detaillierte Programm zeitnah gesondert vor. Der Eintritt ist frei.

20 Uhr: Das Beste aus Lüttje Lage und Co. Die HAZ-Kolumnisten Imre Grimm und Uwe Janssen geben ihre Lesung "Zehn Jahre Ektase" - Neue Texte, Lieder und Absurditäten aus dem ganz normalen Leben. Eintritt 18, ermäßigt 15 Euro.

Montag, 11. September, ab 9 Uhr: Zirkus zum Mitmachen. Turnen, Jonglieren, Laufen und Balancieren für Kinder, mit erfahrenen Trainern. Teilnahme per Anmeldung an die Stadt Garbsen per E-Mail an kulturzelt@garbsen.de.

20 Uhr: Gemeinschaftskonzert mit dem Akkordeon-Orchester Osterwald und der Band der Musikschullehrer Garbsen im Wechsel. Die Akkordeonisten präsentieren Evergreens, Melodien aus Musicals, Rock- und Popsongs. Die Musikschullehrer unterhalten mit Pop-Arrangements aus den Achtzigern bis heute. Eintritt 8, ermäßigt 6 Euro.

Dienstag, 12. September, 20 Uhr: Garbsen Spezial. Moderator und Kabarettist  Matthias Brodowy führt humorvoll gekonnt durch einen Abend mit Garbsener Spezialisten: Songwriter Deddy, Diabolo-Artistin Jana Micus, Pianistin Kira Leona, dem Sterntaler-Blockflötenchor und anderen Künstlern, denen ein ganzer Abend zu viel wäre, die aber dennoch einen Auftritt im Zelt sehr am Herzen liegt. Eintritt 11, ermäßigt 8 Euro.

Mittwoch, 13. September, 20 Uhr: Cavewoman mit Ramona Krönke. Cavewoman hat inzwischen mehr als  450.000 Zuschauer in 1500 Shows von den Stühlen gerissen - zum ersten Mal im Kulturzelt in Garbsen. Eintritt 21, ermäßigt 18 Euro.

Donnerstag, 14. September, 15 Uhr: Ein Tänzchen zum Tee. Tanznachmittag für Menschen "im besten Alter" mit Trainern des Tanzcentrum Kressler,  Showeinlagen, Bingo und Tanzanimation. Drei Stunden zum Träumen mit den Füßen. Eintritt frei.

20 Uhr: Politisches Kabarett mit Frank Lüdecke. Kennen Sie noch den Unterschied zwischen Familie und WhatsApp-Gruppe? Der Träger des deutschen Kleinkunstpreises wird dieses und mehr Phänomene aus dem digitalen Zeitalter aufdröseln. Lüdeke war Hauptautor für Dieter Hallervorden, hat die Diestel in Berlin geleitet und zählt zur ersten Riege der Kabarettkünstler. Eintritt 21, ermäßigt 18 Euro.

Freitag, 15. September, 11 und 15 Uhr: Blackout in der Cloud. IGS-, Ilmasi- und Georg-Elser-Schüler machen sich Gedanken über ein Leben ohne Netz, Server und digitale Kommunikation. Eine spannende Inszenierung mit mehr als 100 Akteuren. Eintritt 4, ermäßigt 2 Euro.

20 Uhr: Pardon? Salon! Ein musikalischer Abend mit dem Salonorchester Garbsen, mit Melodien aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren, Chansons und Couplets, intoniert von Dörthe Flemming und sieben Musikern. Eintritt 8, ermäßigt 6 Euro.

Sonnabend, 16. September, 16 Uhr: Das Kinder- und Jugendvarieté Träumer, Tänzer und Artisten (TTA) aus Garbsen bittet zur Gala im Kulturzelt. Das Programm "Träumer" war nach der Premiere im Februar gefeiert worden - TTA zeigt Ausschnitte. Eintritt 8, ermäßigt 5 Euro.

20 Uhr: Kulturzeltfinale mit Minyeshu. Die Tänzerin aus Äthiopien erobert derzeit die europäischen Bühnen mit ihrer einzigartigen Show aus Tanz und Musik. Wer sie nicht kennt, mag skeptisch sein. Wer sie gesehen hat, sagt "noch einmal bitte". Eintritt 18, ermäßigt 15 Euro.

Nachgefragt bei Dirk Ihle und Fettah Diouri:

Wann haben Sie beide das Kulturzelt erfunden?

2008 war Premiere in Uetze. Am Anfang haben wir pro Jahr zwei Stationen in der Region gemacht. 2015 mussten wir eine Pause einlegen, weil wir Zeit brauchten. Wir mussten überlegen, wie es weitergeht - künstlerisch und finanziell. Die ganze Inszenierung kostet pro Standort etwa 70.000 Euro. Die Sparkasse Hannover hat 2015 entschieden, uns drei Jahre lang mit 35.000 Euro zu helfen - Anfragen haben wir aber bis 2020.

Was ist für Sie der Kick am Zelt?

Fettah Diouri: Der Kick ist: Wir kommen nach Garbsen, wir kennen niemanden, niemand kennt uns. Wir lernen in Treffen und Gesprächen die spannenden Kulturseiten einer Stadt und am Ende der ganzen Region kennen. Jede Kommune tickt anders.

Dirk Ihle: Der Kick ist für mich, Gäste und Vereine auf dieser Plattform zusammenzubringen und zu erleben, wie der Abend wird, was sie draus machen und was die Gäste mitnehmen.

Und wie tickt Garbsen?

Garbsen ist Musik und Tanz. In Neustadt sind es die Show- und Marchingbands. Nächstes Jahr sind wir in Seelze - Mal sehen, wie diese Stadt tickt.

Darum ist jedes Kulturzelt anders?

Ja, ganz anders. Wir bringen natürlich hochkarätige Künstler von außerhalb mit. Aber die Hauptakteure kommen aus der Stadt. Wir geben Ihnen nur eine Plattform. Was sie daraus machen, ist immer anders. In Garbsen haben wir zum Beispiel die erste Pflanzentauschbörse. Das gab es noch nie. Die Bahai'i Gemeinde hat das in die Hand genommen. Der Familientag mit all den Mitmachern wird anders, als in jeder anderen Stadt. Und sehr gespannt sind wir auf die Schüler, auf den Trommelwirbel und auf die Blackout-Inszenierung der drei Schulen.

Künstler von außerhalb erhalten Gage, die lokalen Künstler nicht. Warum nicht?

Die Profis müssen Gage bekommen, das geht nicht anders, sonst kommen sie nicht. Sie leben ja davon.  Die Gage für die Garbsener Künstler ist nach unserem Verständnis die Bühne, die wir ihnen hier aufbauen. Wir geben ihnen eine Auftrittsmöglichkeit, professionelle Begleitung, eine tolle Location und die Werbung fürs Kulturzelt. Ja, die Vereine und Künstler haben auch ihre Kosten. Das verstehen wir. Aber sie haben auch eine Chance unter dem Dach Kulturzelt.

Vielen Dank Herr Diouri und Herr Ihle - und viel Erfolg bei der Premiere in Garbsen.

Info: Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen ist eröffnet. Tickets haben das Kulturbüro im Rathaus, Telefon (05131) 707650; Wulfs Bücherbörse im Shopping Plaza; das Bistrorante Spazzo im Kino am Rathausplatz und Uhren  Meyerhoff in Osterwald. Vorverkaufsgebühren werden beim Online-Kauf über www.kulturzelt-in-der-region.de und www.pavillon-hannover.de zusätzlich fällig.

Nahverkehr: Das Zelt ist mit der Stadtbahnlinie 4 bis Endstation und weiter mit Bussen der Linien 410, 420, 421, 430 und 480 bis Haltestelle Garbsen-Mitte/Rathaus erreichbar.

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