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Ministerin bringt Geld für den Campus mit

Garbsen Ministerin bringt Geld für den Campus mit

Wenn Kultusministerin Frauke Heiligenstadt im Campus Handwerk am Seeweg zu Gast ist, hat sie zumeist gute Nachrichten dabei. So auch am Freitagmorgen. Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit rund 1,55 Millionen Euro am Umbau des in die Jahre gekommenen Internats auf dem Gelände.

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Dieser Handschlag bringt rund 1,55 Millionen Euro: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt übergibt den Förderbescheid an den Präsidenten der Handwerkskammer, Karl-Wilhelm Steinmann.

Quelle: Gerko Naumann

Berenbostel. Das Internat des Campus versprüht, wenn man es freundlich ausdrücken will, den Charme der Siebzigerjahre. Anders formuliert: Die Zimmer sind absolut nicht mehr zeitgemäß für den Handwerker-Nachwuchs, der dort während der Schulungen untergebracht ist. Deshalb werden die Gebäude grundlegend modernisiert. Das kostet viel Geld, nämlich rund 7,8 Millionen Euro. Mehr als ein Drittel davon, rund 2,73 Millionen Euro, zahlt die Handwerkskammer aus eigenen Mitteln. Den übrigen Teil übernehmen der Bund und das Land Niedersachsen. Letzteres ist mit ganz genau 1.548.633,20 Euro dabei. Den Bescheid darüber brachte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am Freitagmorgen persönlich nach Garbsen und übergab ihn an den Präsidenten der Handwerkskammer, Karl-Wilhelm Steinmann.

Ministerin will das Handwerk stärken

Bei ihrem Besuch machte die Ministerin erneut deutlich, dass ihr der Campus Handwerk besonders am Herzen liegt. "Die Landesregierung ist davon überzeugt, dass wir die duale Berufsausbildung fördern müssen", sagte sie. Dazu gehöre neben den bereits im Umbau befindlichen Werkstätten eben auch das Internat. Ein attraktives Arbeitsumfeld trage dazu bei, dass sich die jungen Menschen wohl fühlten und sich so eher für eine Karriere im Handwerk entschieden. "Und wir brauchen den Nachwuchs, um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten", sagte Heiligenstadt.

Umbau "am offenen Herzen"

Wie das attraktive Umfeld aussehen soll, zeigte Architekt Marcus Ringkamp. Seine Pläne stellte er der Ministerin und den Verantwortlichen der Handwerkskammer sehr anschaulich vor - in Form einer Animation. Darauf war zu sehen, dass die beiden Internatsgebäude künftig über einen neuen Mittelbau verbunden sein werden. Es wird eine große Dachterrasse und moderne Aufenthaltsräume geben. Das Wichtigste aber: Aus den Vier- und Fünfbettzimmern werden Ein- bis Zweitbettzimmer mit eigenem kleinen Bad. Für dioe Planer bedeutet der Umbau eine besondere Herausforderung, betonte Ringkamp. "Wir operieren dauerhaft am offenen Herzen." Der laufende Betrieb müsse auch während der Bauarbeiten mit möglichst wenigen Einschränkungen weitergehen.

Internat wird zum Gästehaus

Über mangelnde Auslastung kann sich die Handwerkskammer nämlich nicht beschweren. Etwa 25.000 Übernachtungen pro Jahr seien üblich, sagte Geschäftsführer Volker Schmolz. "Das entspricht einer Auslastung von rund 90 Prozent, davon können die meisten Hotels nur träumen", sagte Schmolz, der den Begriff Gästehaus für das Internat vorzieht. Die jungen Leute kommen aus dem ganzen Einzugsgebiet der Handwerkskammer Hannover, das von Bremen bis nach Hameln reicht.

"Für die jungen Leute haben wir eine Fürsorgepflicht", sagte Kammerpräsident Steinmann, der von einer Investition zur richtige Zeit sprach. Die Handwerksbetriebe bräuchten den Nachwuchs dringend, die Zahl der Aufträge in den Betrieben sei konstant hoch: "Der Laden brummt."

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Von Gerko Naumann

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