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L 382: Lösung rückt in die Ferne

Garbsen/Langenhagen L 382: Lösung rückt in die Ferne

Die Hoffnungen auf einen Lückenschluss der L 382 zwischen Berenbostel und Engelbostel sinken: Langenhagen hat nach Auskunft der Stadtverwaltung kein gesteigertes Interesse, am 1,6 Kilometer langen Teilstück mitzubauen. Ein Argument ist Geld.

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Nadelöhr Dorfstraße: Durch diese Gasse müssen alle auf dem Weg von Engelbostel zur B 6, etwa bei Stau auf der A 325/A 2. Die Grafik zeigt den ungefähren Verlauf des geplanten Teilstücks.

Quelle: Archiv

Garbsen. Langenhagens Verwaltung hat auf eine Nachfrage der dortigen SPD zum Sachstand geantwortet. „Keine aktive Planung“, lautet das Signal aus dem Rathaus. Die Antwort offenbart ein Problem, das Engelbosteler und Schulenburger nur zu gut kennen. „Der Knotenpunkt Langenhagener/Hannoversche Straße hat seine Leistungsfähigkeitsgrenze überschritten“, heißt es im Amtsdeutsch - weder die Fahrbahnen noch die Ampelschaltung können den derzeitigen Verkehrsstrom bewältigen. Die Situation müsse dringend verbessert werden. „Hierfür“, so das Fazit der Stadt, „müsste die Nord- oder Südumgehung gebaut werden, als Entlastung für Schulenburg-Mitte.“ Ein solcher Bau würde Millionen kosten.

Den Kostenfaktor führt die Stadt auch bei der Verlängerung der L 382 in Richtung Garbsen an: Sie sieht keine Vorteile für Langenhagen, wohl aber Aufwendungen in Millionenhöhe.

Woher kommen die Summen? Der Straßenbau an sich wäre für Langenhagen bezahlbar, es geht um wenige Hundert Meter. Garbsen und Langenhagen dürfen die Lücke aber nur schließen, wenn das Land die Landesstraßen 380 und 382 zwischen Bothfeld und B 6 an die beiden Städte überträgt. Das sind etwa zwölf Kilometer. Andererseits: Was innerorts liegt, müssen die beiden Städte ohnehin schon in Schuss halten. Letztlich geht es um wenige Kilometer. „Aber die Straßen befinden sich in einem schlechten Zustand und werden kurz- bis mittelfristig in erheblichem Umfang saniert werden müssen“, schreibt die Stadt.

Garbsens Stadtbaurat Frank Hauke kann das Zögern der Nachbarn verstehen. In Garbsen ist es die SPD, die das Thema forciert bis ins Landesverkehrsministerium. „Ich persönlich halte es für unrealistisch, dass Garbsen und Langenhagen die Straßen übernehmen, weil es teuer ist“, sagt Hauke. Seit Monaten wandere der Schwarze Peter von einer Behörde zur nächsten. „Es braucht“, sagt Bürgermeister Christian Grahl, „eine politische Entscheidung und die Gelegenheit zu einem guten Deal mit dem Land.“

Von Markus Holz und Antje Bismark

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Von Redakteur Markus Holz

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