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Lkw-Brand: Angeklagter wird freigesprochen

Berenbostel/Neustadt Lkw-Brand: Angeklagter wird freigesprochen

Freispruch für einen 25-jährigen Angeklagten aus Garbsen vor dem Amtsgericht Neustadt: Die Staatsanwaltschaft hatte versucht, ihm vorsätzliche Brandstiftung nachzuweisen.

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EIn 25-jähriger Berenbosteler ist am Amtsgericht Neustadt freigesprochen worden.

Quelle: Symbolbild

Garbsen. Der Garbsener soll am Sonntag, 21. Juli 2013, gegen 6 Uhr nach einer durchzechten Nacht auf dem Gelände der Spedition Transthermos an der Flemmingstraße auf der Ladefläche eines Kühllasters ein Feuer gelegt haben. Dadurch wurde der Lkw zerstört, zwei weitere wurden von dem Feuer beschädigt. Es entstand ein Schaden von mehr als 60.000 Euro. Der Angeklagte äußerte sich nicht.

Nach Ansicht des Schöffengerichtes unter Vorsitz von Hartmut Pinkenburg reichten die Beweise nicht aus, um dem jungen Mann die Tat zweifelsfrei nachzuweisen. Dem schloss sich auch der Staatsanwalt an. Der Angeklagte sei freizusprechen, obwohl alle Indizien auf ihn hindeuten, sagte er.

„Ich bin hochgradig verärgert“, erregte sich der Staatsanwalt über die Aussagen eines wichtigen Zeugen. Der 22-jährige Berenbosteler war zweimal nicht zur Hauptverhandlung erschienen und musste gestern von der Polizei vorgeführt werden. Seine Erinnerungslücken sowie widersprüchliche Aussagen trugen letztlich zum Freispruch bei.

Bei der Polizei hatte der 22-Jährige gesagt, er sei in der fraglichen Nacht mit einem oder zwei Kumpeln unterwegs gewesen. An der Haltestelle Wissenschaftspark sei er mit dem ihm flüchtig bekannten Angeklagten aus der Bahn gestiegen. Gemeinsam seien sie dann weiter Richtung Möbel Hesse gezogen. In der Nähe des Kreisels sei der Angeklagte nicht mehr da gewesen. Was danach geschehen sei, wisse er nicht mehr.

Auch daran, dass er und ein Freund den Angeklagten auf Facebook mit den Worten „Das bist doch du“ angeschrieben haben, nachdem sie ihn auf Fahndungsbildern erkannt hatten, konnte sich der Zeuge nicht erinnern. Der 25-Jährige hatte die Freunde danach blockiert.

Auf Bildern einer Überwachungskamera ist ein Mann mit Brille und markanten Turnschuhen zu erkennen. Beim Angeklagten wurden schwarze Sportschuhe mit weißer Markierung sichergestellt. Das Gelände der Spedition war am Tattag unverschlossen, und der Blickwinkel der Kamera erfasste nicht den betreffenden Transporter. Da es keine Spuren und unmittelbare Zeugen gab, musste das Gericht den Angeklagten am Donnerstag freisprechen.

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