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Marianne Kaltwasser erhält Bundesverdienstkreuz

Garbsen/Osterwald Marianne Kaltwasser erhält Bundesverdienstkreuz

Es war eine Überraschung, eine, über die sie sich freut: Marianne Kaltwasser aus Osterwald Unterende hat am Freitag unter anderem für "ihre über Jahrzehnte andauernde unermüdliche Vereinsarbeit" das Bundesverdienstkreuz im Haus der Region in Hannover verliehen bekommen. Die Liste ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ist beeindruckend lang.

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Marianne Kaltwasser aus Osterwald Unterende erhält das Bundesverdienstkreuz.

Quelle: Bernd Riedel

Osterwald. "Schön ist es schon", sagt die 77-Jährige, "aber das kam wie ein Überfall von hinten. Wieso ich? Was habe ich denn Besonderes gemacht? Eigentlich nur Dinge, die ich gern mache." Immer nur Putzen, Kochen, Gartenarbeit, sagt sie "ist nicht erfüllend. Ich habe Lust zu vielen Dingen. Da ist dieser Tatendrang, diese Lust in mir, etwas zu tun."

Marianne Kaltwasser spricht mit sanfter Stimme. Sie wird im Gespräch niemals fordernd oder drängend. Das vermutlich macht es vielen Menschen leicht, mit ihr zusammenzuarbeiten. Ihr Energiereservoir scheint unerschöpflich. Immer sucht sie sich neue Aufgaben, oder diese Aufgaben werden an sie herangetragen. Dabei wirkt sie nicht rastlos. Findet eine Aufgabe ihr Ende, wie kürzlich ihre langjährige Schriftführertätigkeit im Vorstand von Wacker Osterwald, bietet sich schon eine neue: Sie ist stellvertretende Vorsitzende im Stadtarchivverein geworden.

Auf manchen mag ihr Wesen widersprüchlich wirken, tatsächlich bekommt sie nur sehr viele Dinge in Einklang: Sie war berufstätig, eigenständig, Bauzeichnerin, heiratete Michael Kaltwasser und entschied sich, als 1970 das erste Kind unterwegs war, als Hausfrau und Mutter zu Hause zu bleiben. "Es gab keinen Kindergarten damals  in Unterende", sagt sie. Sie habe damals "super verdient. Ich wurde über Tarif bezahlt, aber ich wollte heiraten und Familie haben und ein Haus bauen, und ich hab es auch nicht bereut." Nach 18 Jahren als Hausfrau und Mutter, die Sportunterricht an der Grundschule und in der Turn- und Leichtathletiksparte von Wacker gab, fragten die früheren Kollegen aus dem Baubüro nach, ob sie wieder einsteigen könne, und so wurde sie wieder voll berufstätig.

Die Turn- und Leichtathletiksparte von Wacker Osterwald hat sie maßgeblich mit aufgebaut: "Ende der sechziger Jahre, als die Turnhalle gebaut war, kamen immer mehr Frauen und Kinder in den Verein, und für die musste etwas getan werden", sagt sie. Bis dahin habe es nur Fußball und Tischtennis gegeben, die Männer seien fast unter sich gewesen. Zusammen mit Ulla Hanebuth und Margarethe Bothe habe sie sich fortgebildet als Übungsleiterin und in der Vereinsführung und darauf hingearbeitet, dass der Vorstand des Vereins allmählich erweitert wurde und auch die Spartenleiter beteiligt wurden.

Mehr als 26 Jahre lang engagierte sie sich auch kommunalpolitisch, war von 1986 bis  2013 mit kleinen Unterbrechungen im Ortsrat Osterwald, und saß von 1991 bis 2006 für die CDU im Rat der Stadt. Ihre Hobbys, für die sie gemeinsam mit ihrem Mann auch Zeit findet, sind Zeichnen und Singen: Mit der Singakademie Niedersachsen tritt sie niedersachsenweit auf, mindestens dreimal im Jahr.

Die Liste ihrer Verdienste ist lang: von 1983 bis 2016 im Vorstand von Wacker, dort auch als Übungsleiterin aktiv, seit Jahrzehnten im Beirat des Stadtarchivvereins, Gründungsmitglied des Heimatvereins Osterwald (für diesen fertigte sie die erste Bauskizze für die Remise auf der Naturerlebniswiese an), von 1985 bis 2010 im Kirchenvorstand von St. Maria Regina, Sängerin in der Singakademie Niedersachsen seit 1985 und dort auch stellvertretende Vorsitzende.

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