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Markttreiben rund um die Barockkirche

Osterwald Markttreiben rund um die Barockkirche

Der Osterwalder Handwerker- und Bauernmarkt - alle zwei Jahre ausgerichtet - ist jedes Mal ein kleines Meisterwerk. Der Heimatverein investiert Monate in die Vorbereitung, spricht Kunsthandwerker an, die den Geschmack des Publikums treffen könnten, und organisiert fast alles vom Aschenbecher bis zum Zelt.

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Farbtupfer am Eingang: Kürbisse geben den Portikus zum Handwerker- und Bauernmarkt an der Kirche.

Quelle: Markus Holz

Osterwald. Bis tief in den Sonnabendabend und noch gestern Vormittag liefen die Vorbereitungen für das achte Markttreiben rund um die Kirche. Bis zuletzt kniffelig: Der Strom. „Ich weiß nicht, was los ist“, sagt Hartmut Sprotte, Vorsitzender des Heimatvereins, „es hat jedes Mal funktioniert, nur heute nicht.“ Am Ende helfen Nachbarn aus. Auch das ist Osterwald.

Osterwald ist an solchen Tagen ein funktionierendes Team. Fast alle Vereine bestücken den Markt. Fischbrötchen vom DRK, Puffer vom Heimatverein, Bratwurst und Pommes von Schützenvereinen und Feuerwehr, dazu ein Meer von Kuchen und Torten aus vielen Backstuben des Dorfes. Jeder Verein fünf Kuchen - das ist die Regel geworden, meist sind es mehr.

Die Imker sind vor Ort, Holzdesigner, Marmeladenköche und Pflanzenzüchter. Kürbisse von Tubbes Feldern glänzen in der Sonne. Strick- und Häkelkunst, individuelle Schmuckstücke, Keramik und ausgefallene Taschen setzen weitere Farbtupfer. Perfekt für die Ausrichter: Von Beginn an sind hunderte Besucher auf dem Gelände. Das lief schon schleppender. Edelgard Härter-Freese ist mit Sohn Florian eigens aus Luthe gekommen. „Die Stände sind wirklich schön und vielfältig“, sagt sie bei ihrem ersten Marktbesuch in Osterwald.

Jagdlich eröffnet wird der Markt von den Parforcehornbläsern. Die Musikfreunde und das Akkordeon-Orchester setzen die musikalische Unterlegung fort - mit Musikensembles kann das Dorf glänzen, alle drei haben ihren Sitz in Osterwald.

„In vielen Regionen der Welt ist es zurzeit unsicher. Flüchtlinge kommen zu uns, weil in ihrer Heimat alles zusammenbricht - Traditionen, Werte, Sicherheit“, sagt Schirmherr und Bürgermeister Christian Grahl zur Eröffnung nach dem Gottesdienst. „Ich bewundere die Leistung hier, Tradition und Werte zu pflegen.“

Der Erlös kommt erneut der Naturerlebniswiese zugute. Das Gemeinschaftsprojekt ist fast vollendet. Die Remise für Landmaschinen und der Musikpavillon stehen. Das Geld vom Markt soll in die Außenanlagen fließen. „Essen Sie, kaufen Sie - wir brauchen noch etwas für die Kasse“, sagt Ortsbürgermeister Jürgen Haase. „Wenn das Projekt fertig ist, wird es das neue Schmuckstück von Osterwald.“

Von Markus Holz

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