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Mehr Wertschätzung für Feuerwehren gefordert

Garbsen Mehr Wertschätzung für Feuerwehren gefordert

Die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr Garbsen sollen mehr spürbare Anerkennung für ihre unverzichtbare Arbeit erhalten - in Form von Vergünstigungen. Darin sind sich die Politiker des neuen Feuerschutzausschusses und die Mitarbeiter der Verwaltung einig. Ein entsprechendes Konzept fehlt aber noch.

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"Wir dürfen den Faktor Mensch nicht vergessen": Die Feuerwehr hofft darauf, dass das Ehrenamt in Garbsen gestärkt wird.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen. Garbsenes Kämmerer Walter Häfele versprach, dass sich die Verwaltung ausführlich mit dem Thema beschäftigen wird. Anlass war ein Antrag der Grünen aus dem vergangenen Jahr. Darin fordert die Fraktion mehr Wertschätzung für das Ehrenamt bei der Feuerwehr - zum Beispiel in Form von Vergünstigungen. "Auch wir möchten die Arbeit der Feuerwehren natürlich wertgeschätzt wissen", sagte Häfele.

Der Kämmerer betonte aber auch, dass das Erstellen einer entsprechenden Vorlage Zeit brauche. "Wir müssen uns besondere Mühe geben, damit es hinterher keine Probleme mit der Steuer gibt", sagte Häfele. Wenn den Ehrenamtlichen die Vergünstigung hinterher als geldwerter Vorteil wieder abgezogen würde, sei niemandem geholfen.

Alle Fraktionen sind sich einig

Diese Bedenken teilte Peter Hahne (CDU). Grundsätzlich sei seine Fraktion aber "selbstverständlich dafür", dass die Helfer Vergünstigungen erhalten sollen. "Wir sind Ihnen sehr dankbar für ihren täglichen Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit", sagte Hahne in Richtung der Mitglieder verschiedener Ortsfeuerwehren auf der Zuschauertribüne.

Rüdiger Kauroff (SPD) sagte, seine Fraktion sei den Grünen für ihren Antrag dankbar. "Es lohnt sich, über Vergünstigungen für die Kameraden nachzudenken", sagte er. Wer 365 Tage im Jahr zum Wohle aller Garbsener im Einsatz sei, habe diese Art der Anerkennung verdient.

Im Namen der AFD-Fraktion schloss sich Manfred Kammler seinen Vorrednern an. Und so sprachen sich die Mitglieder des Feuerschutzausschusses einstimmig für den Vorschlag der Grünen aus.

Viel Geld für neue Autos

Auf die Stadt Garbsen kommen in den nächsten Jahren hohe Kosten für die Ausrüstung der Feuerwehren zu. "Wir kennen die Kritik am Zustand einiger Feuerwachen. Sie sind einfach zu klein für die modernen Fahrzeuge", sagte Sabine Langhein von der Verwaltung. Deshalb arbeite die Stadt an einem sogenannten Feuerwehrbedarfsplan. Dafür soll genau geprüft werden, an welchem Standort was fehlt.

Damit allein ist es aber nicht getan, gab Dirk Wehde, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Horst, zu bedenken. "Wir dürfen den Faktor Mensch nicht vergessen", sagte er. Es reiche nicht, neue Gerätehäuser und Feuerwehrautos anzuschaffen, wenn "es keine Leute gibt, die darin sitzen wollen". Im Plan müsse deshalb auch bedacht werden, wie sich die Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit wohlfühlen können.

Von Gerko Naumann

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