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Meyenfeld hat wieder einen Storch

Garbsen Meyenfeld hat wieder einen Storch

Ein junger Storch hat die Meyenfelder und vor allem die Eigentümer eines Hauses Im Bleeke überrascht: Am Karfreitag begann er mit dem Nestbau auf dem Giebel des Hauses, ohne eine Nisthilfe. Es fehlt noch an einer Partnerin. Die könnte noch dazukommen, hoffen Ortsratsfrau Angela Thimian-Milz und Reinhard Löhmer, Storchenbeauftragter der Region.

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In Meyenfeld nistet überraschend wieder ein Storch.

Quelle: Bernd Riedel

Meyenfeld. Die letzte Nachricht über einen Storch in Meyenfeld stamme aus dem Jahr 1934, sagt Ortsratsfrau Angela Thimian-Milz von den Unabhängigen und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Dorf Meyenfeld. Der Storch habe völlig überraschend am Karfreitag mit dem Nestbau begonnen, am äußersten Ende des Daches eines Mehrfamilienhauses. "Ohne den üblichen Nistanreiz, auf dem nackten First", sagt Thimian-Milz beeindruckt. Störche seien standorttreu. "Wie hoffen deshalb, dass wir nun dauerhaft einen Storch in Meyenfeld haben", sagt Thimian-Milz.

Die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht, sagt Reinhard Löhmer, Storchenbeauftragter der Region. Möglicherweise handele es sich um einen Storch, der die Ostroute fliege und deshalb etwas später in der Heimat eintreffe, als die Vögel, die die Westroute bevorzugen und oft in Spanien oder Südfrankreich überwintern, weshalb sie für die Rückkehr weniger Zeit benötigen. Der Vogel ist nicht beringt. "Das besagt aber nichts", sagt Löhmer, nur etwa 30 Prozent des Storchenbestandes werde beringt.

Er ist beeindruckt von der Geschicklichkeit und Hartnäckigkeit des Storches: "Daran kann man sehen, was ein Storch zuwege bringen kann", sagt Löhmer. Normalerweise gebe ein Giebel wenig Halt, dieser Storch habe es geschafft. "Das Nest wächst und hat bereits einige Windstärken ausgehalten, es ist offensichtlich stabil gebaut", sagt Löhmer.

Zwar sei ein Großteil der Störche schon über die Partnersuche hinaus und in einigen Nestern gebe es schon Gelege. Aber für den  Meyenfelder Storch sei es noch nicht zu spät. "Es wird sich wohl in den nächsten 14 Tagen entscheiden, ob er eine Partnerin bekommt oder nicht", sagt Löhmer. Bis Mitte Mai sei ein Brutbeginn gefahrlos möglich.

Der Storchenbeauftragte betreut den Großraum Nienburg und Hannover. Es gebe in diesem Jahr einen Zuwachs an neuen Nestern von etwa zehn Prozent. "Die meisten Störche gehen auf Nisthilfen, aber es gibt auch freigewählte Ansiedlungen wie die in Meyenfeld", sagt Löhmer. In Wunstorf-Mesmerode sei ein Storchenpaar in eine Eiche gegangen.

Löhmer hat mit den Eigentümern des Hauses gesprochen. Die haben sich für dieses Jahr einverstanden erklärt, das Nest zu tolerieren. Eine Dauereinrichtung soll es nicht werden. "Das muss auch nicht sein", sagt Löhmer. Es werde nach einem Standort gesucht, an dem eine Nisthilfe wie ein Mast aufgestellt werden könne.

Auch Thimian-Milz will sich dafür einsetzen, dass dem Storch alle Anreize gegeben werden, im nächsten Jahr nach Meyenfeld zurückzukehren. "Das ist auch möglich, wenn es in diesem Jahr nicht zu einem Bruterfolg kommt", sagt Löhmer.

Es ist zwar in den vergangenen Tagen ein weiterer Storch auf dem Dach gesehen worden, doch wird es sich dabei eher um einen benachbarten Storch handeln, sagt Löhmer, der mal nach dem Rechten gesehen habe.

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