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Mit neuer Feldküche macht das DRK den Sprung in die Moderne 

Garbsen Mit neuer Feldküche macht das DRK den Sprung in die Moderne 

Der erste Zug der DRK-Bereitschaft in Garbsen hat eine neue Feldküche und ein Technikfahrzeug übernommen. Beides ist bei Großeinsätzen nicht wegzudenken. 

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Das Zelt ist eingebaut: Die neue Feldküche der DRK-Bereitschaft.

Quelle: Markus Holz

Garbsen.  Die Ehrenamtlichen der DRK-Bereitschaft sind in der Moderne angekommen. Der erste Zug des Bereitschaftsdienstes ist für viel Geld mit einer neuen Feldküche und einem Technikfahrzeug ausgestattet worden. Das Gerät ist für Menschen in Not ein Schatz. Es kommt rund 20-mal im Jahr zum Einsatz.

Eine Woche lang hatten DRK-Küchenchef Gerd Fischer und seine Teams die Kessel der alten Küche glühen lassen, als die Elbe bei Magdeburg das Land flutete. Fischer und Co. versorgten die Helfer von Feuerwehren, THW, DRK und Freiwillige. 4800 Portionen Essen pro Tag. Das hatte der Küche aus den Sechszigerjahren den Rest gegeben. 

250 Portionen pro Stunde schafft die neue.  Fischers Team, darunter die beiden Küchentechniker Keiko Müller und Uklrich Badur, muss nicht mehr das separate Zelt über den Kesseln aufbauen. Beim neuen Anhänger ist alles integriert. Zwei Pfannen, zwei Kessel, zwei Backöfen. Und Kaffeekochen geht auch? „Klar“, sagt Fischer, „wir kochen Wasser im Kessel, setzen den Spezialfilter auf die 25-Liter-Kannen, schütten ein Pfund Kaffee in den Filter und schöpfen. Wenns sein muss, am laufenden Band.“

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Zugunglück, Hochwasser, Großbrand: Der erste Zug der DRK-Bereitschaft in Garbsen ist mit zwei neuen Fahrzeugen auf dem modernen Stand.

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Fischer weiß, dass es manchmal sehr schnell gehen muss. Team zusammentrommeln, Fahrzeuge bestücken und los, wenn irgendwo eine Bombe geräumt wird oder in Seelze wieder ein ICE stecken bleibt. Zusammen mit der festen Küche im DRK-Zentrum, wo die Vorräte lagern und Vorbereitungen getroffen werden, ist die Garbsener Kücheneinheit neben Isernhagen die schlagkräftigste in der ganzen Region. Sie hat binnen einer Stunde 250 Essen auf dem Teller.

Rund 20.000 Euro haben sich der DRK-Regionsverband und der Ortsverein den Hänger kosten lassen. Die alte Küche ist von einem Kesselhersteller in Zahlung genommen worden und wird in ein Entwicklungsland exportiert. Für rund 150.000 Euro durfte das DRK Garbsen den neuen Technikwagen übernehmen. Er gehört zur Katastrophenhilfeeinheit des Landes. Das Chassis ist zwei Jahre alt. Den Aufbau hat das DRK beim WNS-Fachbetrieb in Wunstorf fertigen lassen. „Das ist auf der Rechnung vielleicht nicht so günstig, wie bei einem Großhersteller, aber es spart letztlich viel Geld, weil Service und Wartung vor Ort sind und wir nicht erst nach Süddeutschland fahren müssen“, sagt Nicolas-Peter Mundey. Er führt mit Thomas Och das Kommando im ersten Zug. Der alte Transporter war 30 Jahre lang im Dienst, „da konnte man schon durch die Türen gucken“, sagte Och.

Der Aufbau fasst Stromaggregate, Zeltheizungen, 20 Kilometer Kabel, vier Lichtmasten und vieles mehr. Und wenn es nötig ist, kann Och alles rausräumen lassen, die Rollcontainer mit Essen bestücken und reihenweise Verpflegungsstellen anfahren. 

Landes- und Regionsverband haben die beiden Fahrzeuge nicht ohne Hintergrund in Garbsen stationieren lassen. Beide wissen, dass hier besonders  verantwortungsbewusste Köpfe mit dem Gerät umgehen. „Die Arbeit hier in Garbsen ist für mich ein Vorbild für das ganze DRK“, sagte Regionsgeschäftsführer Steffen Baumann am Freitagabend vor rund 100 Gästen, darunter Delegationen der Feuerwehren aus Garbsen, Seelze und Neustadt.  Ortsbügermeister Franz Genegel kennt Krisen aus vielen Vereinen, in denen wichtige Funktionen nicht mehr besetzt werden können. „Beim DRK und der Feuerwehr kenne ich das nicht. Und das liegt maßgeblich an den Personen, die hier in den Vorständen aktiv sind“, sagte Genegel – zwei verdiente Ritterschläge für Garbsens DRK-Chef Rolf Posor, für Och und Mundey.

Von Markus Holz

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