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Möbel Hesse feiert 70-jähriges Jubiläum

Ein Rückblick Möbel Hesse feiert 70-jähriges Jubiläum

Eine Adresse, einen Handkarren, eine Garage, seine Frau Margarete und sehr viel Lebensmut – mehr hatte Robert Hesse nicht, als er am 1. September 1945 sein erstes kleines Geschäft eröffnete. Röttgerstraße 10, Linden-Nord. Am Jahrestag kehren Sohn, Enkel und Urenkel dorthin zurück, wo alles begonnen hat.

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Zu Besuch bei den Anfängen: Robert Hesse (links) und daneben sein Sohn Robert Andreas in der Röttgerstraße 10, Linden-Nord. 

Quelle: Holz

Es sind keine 40 Quadratmeter, in denen Robert Hesse 1945 beginnt. Das Haus nebenan, Ecke Otto-Wels-Straße, ist zerbombt, wie so viele in Hannover. Möbel gibt’s nur auf Bezugsschein. Ein Tisch, ein Stuhl, ein Bett - mehr steht pro Kopf nicht zu. Hesses kommen jeden Tag mit dem Dampfzug aus Springe. Robert zieht mit dem Handkarren durch Linden und fängt an, Geschäfte zu machen. Seine Frau öffnet an zwei Tagen pro Woche die Garage, dienstags und freitags.  

 

Der Handkarren steht an diesem Abend wieder in der Garage Röttgerstraße 10, heute ein Durchgang zu einem üppig grünen Innenhof, in dem früher eine Baracke stand - so etwas wie Hesses erstes Möbellager. „Das ist sehr bewegend, ich war seit meiner Kindheit nicht mehr hier drin“, sagt Robert Hesse II, Jahrgang 1936. „Erinnern kann ich mich noch an alles ganz genau.“ Den kleinen Empfang für Familie und engste Angestellte hat der Enkel des Gründers, Robert Andreas Hesse, arrangiert. Er kennt die Adresse nur aus den Erzählungen seines Vaters. Garagenfirma, das Wort bekommt an diesem Abend auch für ihn und seinen Sohn Moritz eine begreifbare Bedeutung.

 

Heute, 25567 Tage später, bewirtschaftet die Firma mehr als 40.000 Quadratmeter in Garbsen. Das ist alles nicht vom Himmel gefallen, „das ist mit vielen Hundert Mitarbeitern gewachsen“, sagt Robert Hesse II, „sie sollten jetzt hier sein, ihnen gebührt der Dank unserer Familie.“ Passanten bleiben stehen, Bewohner der Röttgerstraße 10 wundern sich über Kerzenleuchter, Karren und die Porträts des Gründerpaares auf zwei Staffeleien. „Hier hat das angefangen? In diesem Haus?“, fragt eine Frau. Ja, hier hat das alles angefangen.

 

Der Handkarren zieht wieder um, dorthin, wo die Lokomotive an der B6 in steht. Es ist die gleiche Lok, mit der sich Margarete und Robert Hesse täglich von Springe nach Hannover haben ziehen lassen. Tradition mit Moderne verbinden und an einem Standort stark sein, das war 1945 die Maxime des Gründers. Sie dürfte heute noch immer Gültigkeit haben in einer Region, in der es so viele große Möbelhäuser gibt, wie sonst nirgends in Deutschland.

Von Markus Holz  

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