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Hand in Hand für Fledermausschutz

Garbsen Hand in Hand für Fledermausschutz

Hand in Hand für den Fledermaus- und Artenschutz: Das haben sich der Naturschutzbund Garbsen (Nabu) und der Golfclub Hannover auf die Fahne geschrieben. Für das neue Projekt können Mitglieder des Clubs Fledermauskästen kaufen. Diese dienen den Tieren von März bis November als Sommerquartiere.

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Dagmar Strube vom Nabu Garbsen (rechts) erklärt Stefanie Markworth vom Golfclub Hannover, wie die Fledermauskästen funktionieren.

Quelle: Lütjens

Altgarbsen. Um für das Vorhaben zu werben, haben Fledermaus-Regionalbetreuerin Dagmar Strube vom Nabu Garbsen und Stefanie Markworth vom GC Hannover eine Ausstellung im Foyer des Clubhauses aufgebaut. Dort sind fünf unterschiedliche Modelle der Kästen aus Holzbeton aufgebaut. Sie kosten je nach Größe zwischen 65 und 200 Euro. Ein Stellwand informiert außerdem über heimische Fledermausarten.

"Wichtig ist, dass die Kästen langlebig und wartungsfrei sind", sagt Strube. Die Modelle, die sie besorgt hat, sind für die im Gebiet vorkommenden Arten geeignet. In Niedersachsen sind 18 Arten der nachtakiven Säugetiere heimisch, davon zwölf in Garbsen. Alle Arten sind vom Aussterben bedroht. Dabei sind Fledermäuse als Insektenfresser äußerst nützlich. Jedes Tier nimmt pro Nacht ein Drittel seines Körpergewichts an Käfern, Motten, Mücken und Spinnen zu sich. Das sind bei einer fünf Gramm leichten Zwergfledermaus 4000 Mücken pro Nacht.

Für den Golfclub Hannover geht es darum, die nächste Stufe im Projekt Natur und Golf zu erreichen. Bronze hat der Club bereits erhalten, jetzt geht es um die Zertifizierung in Silber. Beide Einrichtungen kooperieren bereits seit 2009. Damals wurde auf dem Gelände des Clubs ein Pumpenhaus als Winterquartier für Fledermäuse hergerichtet. Dort hat Strube bereits die große Bartfledermaus, Fransenfledermaus und das Braune Langohr nachgewiesen.

Bei mehreren Begehungen hat sie mit dem Fledermausdetektor auf dem Golfplatz Fledermäuse festgestellt und identifiziert. Dazu gehören: Großer Abendsegler, Zwerg-, Breitflügel- und Rauhautfledermaus. Sie alle suchen Höhlen auf für ihren Tagesschlaf. "Das Schönste wäre, wenn sie die Sommerquartiere annehmen und vielleicht sogar eine Wochenstube entsteht", wünscht sich Strube. Das ist ein Treffen von Weibchen, von denen ein Teil trächtig ist. Fledermäuse bekommen ein Junges pro Jahr.

Es sollten Verbände aus drei bis fünf Kästen aufgehängt werden, weil die Fledermäuse je nach Wind und Wetter umziehen. Diese sollen gemeinsam mit den Mitgliedern des Golfclubs angebracht werden. "Ich freue mich darüber, neue Erkenntnisse zu gewinnen und, dass wir gemeinsam etwas Positives für die Tiere erreichen können", betonte Strube. Geplant sei, die Kooperation mit weiteren Aktionen fortzusetzen, sagte Stefanie Markworth vom Golfclub.

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