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Rätsel um zwei tote Schwäne

Garbsen Rätsel um zwei tote Schwäne

Der Nabu warnt vor möglichen Gefahren durch Blaualgen im Schwarzen See. Zwei tote Schwäne werden derzeit von der Region Hannover untersucht. Nabu-Vorsitzender Waldemar Wachtel klagt an, dass Wasservögel häufig durch Angelschnüre verletzt werden.

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Die Schwanen-Idylle am Schwarzen See trügt, sagt Waldemar Wachtel vom Nabu: Die Wasservögel seien durch Blaualgen und durch Angelschnüre bedroht.

Quelle: Nabu

Garbsen-Mitte. Wachtel berichtet von zwei Fällen vom 30. September und 1. Oktober: An beiden Tagen seien stark geschwächte Schwäne am Schwarzen See gesichtet worden. Beide Schwäne mussten mithilfe eines Bootes eingefangen werden. Der erste Schwan sei auf dem Transport in die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) verendet, der zweite starb später. Die diensthabende Tierärztin habe am 1. Oktober den Verdacht auf Baualgenvergiftung geäußert, sagt Wachtel.

Die Region Hannover bestätigte lediglich, dass zwei verendete Schwäne aus Garbsen nach Hannover gebracht worden sind. Die beiden Schwäne würden vom Veterinärinstitut Hannover bakteriologisch untersucht, sagte Regionssprecherin Carmen Pförtner. Ob es sich um Baualgenvergiftung handelt, könne zu diesem Zeitpunkt niemand sagen. Frühestens in einigen Tagen könne mit Ergebnissen gerechnet werden. Es habe sich um zwei weibliche Schwäne gehandelt, sagte Pförtner, dem Augenschein nach "gut genährt".

Der Blaualgen-Verdacht im Schwarzen See ist nach den sehr warmen Sommermonaten Anfang September bereits aufgekommen. Da der See jedoch nicht als Bade-, sondern als Naturgewässer rangiert, sprachen die Stadt und die Region keine offizielle Warnung aus. Die Stadt wies daraufhin, dass der Uferbereich gemieden und Kinder ferngehalten werden sollten. Hundebesitzer sollten ihre Tiere nicht ins Wasser lassen. Das Verschlucken von Blaualgen kann zu Übelkeit, Erbrechen und Atemnot führen.

Der Tod des einen Schwans am 30. September fällt in eine Zeit kühlerer Temperaturen. Algenwachstum kann eigentlich nicht mehr stattfinden. "Wir haben in den Badegewässern mit Blaualgenbefall festgestellt, dass der Befall noch etwa eine Woche nach Ende der Badesaison bis Mitte September angedauert hat", sagte Pförtner.

Wachtel sieht die Stadt in der Pflicht, rasch Warnungen auszusprechen. "Da der Nabu mit seinem Wissen nicht länger warten kann, bis die nötigen Wasserprüfungen durchgeführt werden und sich auch nicht der Gefahr aussetzen möchte, diese nicht rechtzeitig der Öffentlichkeit bekanntgegeben zu haben", sehe er sich veranlasst, die Öffentlichkeit zu informieren. In einem Brief an den Bürgermeister fragt Wachtel, ob es weitere Fälle von toten Wasservögeln in anderen Garbsener Gewässern gegeben habe.

Es habe nach der Information durch den Nabu am 4. Oktober noch am selben Tag Gespräche mit dem Anglerclub Berenbostel gegeben, sagt Stadtsprecherin Jutta Grätz. Am 7. Oktober habe der Nabu eine Rückmeldung der Stadt erhalten. Momentan gebe es keine weiteren Hinweise auf Blaualgen im Schwarzen See. Wenn die Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchungen vorlägen, "werden wir in Abstimmung mit der Region - so weit erforderlich - nächste Schritte einleiten", sagt Grätz.

Und noch etwas liegt Wachtel auf dem Herzen: Seit Jahren, sagt er, gebe es immer wieder Fälle, in denen Wasservögel durch Angelschnüre oder Angelhaken verletzt oder getötet würden. Das hätten von ihm initiierte Untersuchungen durch das Veterinäramt ergeben.

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Beispiel eines verletzten Schwans: Angelschnüre hängt dem Vogel aus dem Schnabel.

Quelle: Nabu
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